DMMV: Kreditkarten sind sicheres Zahlungsmittel im Internet

Montag, 07. Juni 1999

Die Zahlung im Internet ist grundsätzlich sicher. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Multimedia-Verbands (DMMV) bei Experten verschiedener Zahlungssystemanbieter. Danach kann der Zahlungsvorgang an sich bei einer Verschlüsselung der Datenübertragung als sicher angesehen werden. Kürzlich warnte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor der "Einkaufsfalle Internet", weil sie immer häufiger Klagen über die "Abzocke via Mausklick" erhalte. Auch bei der Gesellschaft für Zahlungssysteme (GZS) in Frankfurt würden regelmäßig Beschwerden wegen Online-Bestellungen eingehen. Nach Mitteilung der GZS handelt es sich bei den eintreffenden Beschwerden jedoch nicht um solche, die den Mißbrauch ihrer Kreditkarte zum Gegenstand haben. In der Hauptsache gehe es darum, daß Karteninhaber von einem voreilig oder unbedacht geschlossenen Vertrag über bestimmte Lieferungen oder Leistungen Abstand nehmen möchten. Der DMMV setzt sich deshalb im Rahmen der EC-Richtlinie der EU für eine verpflichtete Rückbestätigung der Warenzusammenstellung, des Gesamtwertes und der Versandadresse für alle in Europa angebotenen Dienstleistungen ein. Damit erhalte der Käufer zusätzlich zum getätigten Kaufvorgang eine Bestätigung seiner Transaktionen. Um die Basis des Electronic Commerce durch sichere Zahlungstransaktionen zu festigen, setzt sich der DMMV für eine schnelle Einführung des SET-Verfahrens ein. Was die technische Sicherheit angeht, sollten Kreditkarten-Nummern nur angegeben werden, wenn SSL- oder SET-Technologie verwendet wird. Die DMMV-Umfrage kann unter http://www.dmmv.de/pgs/zahlungsmittel99_05.htm abgerufen werden.
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