DMMV: Durchbruch für den Electronic Commerce in Deutschland

Freitag, 15. Mai 1998

Nach Schätzungen des Deutschen Multimedia-Verbandes (DMMV) wird der Umsatz im elektronischen Geschäftsverkehr in Deutschland in diesem Jahr ein Volumen von 2,7 Milliarden Mark erreichen. Gegenüberdem Vorjahr bedeute das einen Anstieg um das Dreifache. Die kontinuierlich steigende Zahl an Online-Nutzern auf 5,8 Millionen (rund 7 Prozent der deutschen Bevölkerung) und das Interesse der Wirtschaft an der Nutzung des neuen Mediums zeigten eine klare Entwicklung in Richtung Electronic Commerce. Bezüglich der Anzahl der Websites liege Deutschland an zweiter Stelle hinter den USA. Bis 2001 soll Deutschland mit geschätzten 25 Milliarden Mark Umsatz zum größten interaktiven Marktplatz Europas werden. "Bereits jetzt zeichnet sich ab, daß 1998 der Durchbruch im Electronic Commerce geschafft wird", so DMMV-Präsident Paulus Neef. Dennoch sieht der DMMV für eine Reihe von Gebieten noch dringenden Handlungsbedarf. Der 1997 zur Förderung des E-Commerce eingerichtete Arbeitskreis weist dabei darauf hin, daß die Nutzung des Internet als Vertriebskanal durch geringe Marketing- und Vertriebskosten einen klaren Mehrwert liefere. Durch eine fehlende Aufklärung der Unternehmen und Kunden blieben diese Vorteile aber häufig noch ungenutzt. Dringenden Handlungsbedarf sieht der DMMV deshalbvor allem bei der Schaffung von Transparenz für Unternehmen und Verbraucher, Realisierung einer vertrauenswürdigen Infrastruktur für gesicherten Zahlungsverkehr und der damit verbundenen Aufklärungüber die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bezahlung sowie der Einführung der Nutzung von elektronischen Unterschriften (digitale Signaturen).
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