DLM-Studie: Sperrtechniken zur Einhaltung des Jugendschutzes funktionieren nicht

Freitag, 06. Februar 1998

Die technischen Sperrmöglichkeiten für Programmangebote im digitalen Fernsehen, die die TV-Veranstalter zur Sicherung des Jugendschutzes anwenden wollen, erfüllen in der Praxis nicht ihren Zweck. Das ist das zentrale Ergebnis einer von der DLM in Auftrag gegebenen Untersuchung. Danach sind die technischen Sperrmöglichkeiten für digitale Programme "zu kompliziert und in der Praxis nicht umzusetzen". Laut Gesetz müssen die TV-Veranstalter jedoch dafür sorgen, daß Jugendliche und Kinder keine Sendungen sehen, die ihr körperliches, seelisches oder geistiges Wohl beeinträchtigen könnten. Deshalb, so die DLM, müßten die gesetzlichen Sendezeitgrenzen von 22 und 23 Uhr auch für Programmangebote wie DF1 und Premiere gelten, die über Verschlüsselungstechnik und Sperrmöglichkeiten verfügen.
Meist gelesen
stats