DJV fordert Grenzen für ausländische Investments

Donnerstag, 16. August 2007
Will Gesetzesänderung: Michael Konken
Will Gesetzesänderung: Michael Konken

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) verlangt eine gesetzliche Beschränkung ausländischer Beteiligungen an deutschen Medienunternehmen in Höhe von 25 Prozent. Der DJV appelliert an das Bundeskabinett, auf seiner Klausurtagung im brandenburgischen Meseberg Ende August über eine derartige Regelung zu beraten. "Die Medien haben eine herausragende Rolle für die Demokratie, die gegen ausschließlich renditeorientierte Investoren verteidigt werden muss", begründet der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken die Forderung. Wenn wie zuletzt bei Pro Sieben Sat 1 aus purem Gewinnstreben der Eigentümer Informationssendungen gestrichen und journalistische Arbeitsplätze vernichtet würden, sei ein gesetzlicher Rahmen für den Einfluss ausländischer Finanzinvestoren erforderlich, heißt es in einer DJV-Mitteilung. Beschränkungen für ausländische Investoren existieren bereits in mehreren EU-Staaten, darunter Frankreich, Griechenland und Österreich. bn

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