DJV-Chef: Schweinsteiger soll sich entschuldigen

Dienstag, 03. Mai 2011
Bastian Schweinsteiger will kein "Chefchen" sein
Bastian Schweinsteiger will kein "Chefchen" sein

Michael Konken, der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands (DJV), übt scharfe kritik an Fußballer Bastian Schweinsteiger. Der 26-jährige Spieler des FC Bayern München hatte auf einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag den Chef-Reporter der "Sport Bild", Christian Falk, übel beleidigt: Schweinsteiger hatte sich an einer Titelgeschichte Falks gestört, die mit "Chefchen Schweini" betitelt war. Der Mittelfeldstratege beschimpfte den Journalisten deswegen als "Pisser" und "Arschloch". Konken forderte Schweinsteiger nun auf, sich zu entschuldigen.
Michael Konken
Michael Konken
Gegenüber dem Branchendienst Meedia sagte Konken: "Es ist unerhört, einen kritischen Journalisten mit Begrifen aus der Fäkalsprache zu beleidigen." Und: "Schweinsteiger muss sich öffentlich entschuldigen. Alles andere ist inakzeptabel." Ebenso stört sich Konken am Verhalten des FC Bayern im Anschluss an Schweinsteigers verbalen Ausfall. Der Verein in Person des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge hatte seinen Spieler in Schutz genommen. In einer Stellungnahme hieß es: "Dass ein Mann mit so einer sportlichen Vita nun als "Chefchen" verhöhnt und in dieser Art und Weise diskreditiert wird, ist unerhört und eine Frechheit." Auch wenn Schweinsteiger über das Ziel hinaus geschossen sei, äußerte der Verein Verständnis, "dass sich Bastian Schweinsteiger dagegen auch mal zur Wehr setzt."

Gegen einen Fan hätte der Verein seinen Spieler nicht so sehr in Schutz genommen, ist Konken sicher: "Die Fans bringen schließlich das Geld." ire
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