DFL will Bundesliga-Rechte im Ausland wieder selbst vermarkten

Dienstag, 06. Mai 2008
DFL-Chef Christian Seifert
DFL-Chef Christian Seifert

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Auslandsvermarktung für die Bundesliga-TV-Rechte offenbar künftig selbst übernehmen. Eine von der Liga neu gegründete Agentur soll ab 2009 dafür sorgen, die Bundesliga-Marktanteile auf dem wachsenden Auslandsmarkt deutlich auszubauen. Das teilte DFL-Chef Christian Seifert im Gespräch mit "Welt online" mit. Bislang war der österreichische Wettanbieter Bwin für die Auslandsvermarktung zuständig. Dieser zahlte dafür jährlich 20 Millionen Euro an die Liga. Das neue Vermarktungsmodell soll nun deutlich höhere Erträge bringen: Seifert rechnet mit 30 Millionen Euro im Jahr 2009, für 2011 soll sogar ein Gewinn von 40 Millionen Euro möglich sein. Potenzial dafür vermutet er vor allem in Asien und Osteuropa.

Die neue Agentur mit Sitz in Frankfurt soll im dritten Quartal 2008 gegründet werden. Ein Name steht noch nicht fest. Die DFL will mit der Agentur auch die deutschen Länderspiele und den DFB-Pokal im Ausland vermarkten, hierzu sind allerdings noch keine Verträge unterzeichnet worden. Auch der Geschäftsbereich Markenlizensierung im Inland und die Vermarktung der eigenen Medien sollen künftig unter dem Dach der neuen Gesellschaft stattfinden. np
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