DFL definiert sich mit neuer Corporate Identity als Medienmarke

Donnerstag, 21. März 2002

Der Torschuß als emotionaler Kern des Fußballsports ist künftig das Key Visual in der neuen Corporate Identity der Deutschen Fußball Liga (DFL). Wie Michael Pfad, Liga-Geschäftsführer für Kommunikation und PR erklärte, sei der Schnitt nötig geworden, um der Traditionsmarke Bundesliga neues Leben einzuhauchen: "Damit zeigen wir, dass sich unser Anspruch und die Marktbedingungen geändert haben. Gleichzeitig reagieren wir aber auch auf die Tatsache, dass das alte Logo weder von der Öffentlichkeit noch von den Vereinen wirklich respektiert wurde."

Künftig soll ein Style-Guide sicherstellen, dass das neue DFL-Logo (Agentur: WM Team, Hannover) kontrolliert eingesetzt wird. Pfad kündigte auch regionalen Zeitungen und Web-Seiten den Kampf an, die bisher eigenmächtig das Bundesliga-Logo mit Anzeigen selbstakquirierter Sponsoren koppelten.

Durch eine Vielzahl neuer Events soll die Marke Bundesliga nicht nur gepflegt, sondern auch ausgebaut werden. Gedacht ist dabei unter anderem an eine Hall of Fame des Fußball, eine Fußballmesse im kommenden Jahr und an ein zusätzliches Eröffnungsspiel zum Start der Saison.

Dabei geht es den Vertretern der Profivereine auch um die Sicherung ihrer TV-Erlöse. Wenn 2004 erneut die Vergabe der TV-Rechte ansteht, möchte Pfad etwaige Preisargumente durch den Verweis auf die Qualität des eigenen Produkts kontern können: "Wenn unsere Maßnahmen greifen, werden wir die Werthaltigkeit des Fußballs bis dahin sogar noch steigern können." Doch Nachverhandlungen über die Kosten der Fußballspiele könnten der DFL schneller als gewünscht bevorstehen. Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler bekräftigte erneut seine Absicht, auch bei den Sportrechten nach Sparmöglichkeiten zu suchen: "Wir müssen in der nächsten Zeit mit der Bundesliga sprechen, um für beide seiten unternehmerisch sinnvolle Lösungen zu finden."
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