DDVG erwirbt Mehrheit am Tivola-Verlag

Mittwoch, 19. März 2003

Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) expandiert: Die Medienholding der SPD hat die Mehrheit am Tivola-Verlag, Berlin, übernommen. Geschäftsführender Gesellschafter des 1995 gegründeten Multimedia-Verlags bleibt Mitbegründer Mil Thierig. Bei Tivola erscheinen Edutainment-Titel wie die "CD-Rom mit der Maus", "Der Kleine Prinz" und die "Was ist Was"-Quizreihe. Erst kürzlich hatte die DDVG 70 Prozent des Frankenpost-Verlags vom Süddeutschen Verlag gekauft und so den Einstieg der Südwestdeutschen Medienholding als sechstem Gesellschafter beim Süddeutschen Verlag ermöglicht.

Mit der Frankenpost-Beteiligung, so fand das Kartellamt, wäre es im Verbreitungsgebiet der Regionaltitel des Süddeutschen Verlags zu einer marktbeherrschenden Stellung des Zeitungshauses gekommen. Verlegt doch die mit der Südwestdeutschen Medienholding verbundene Ludwigshafener Medienunion im angrenzenden Verbreitungsgebiet die Tageszeitung "Freie Presse". Presseberichte, dass der Rückkauf der Frankenpost-Anteile mit 150 Millionen Euro zu Buche geschlagen habe, dementiert die DDVG. Über den tatsächlichen Kaufpreis bewahrt man in Hamburg Stillschweigen. ra
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