DDVG distanziert sich von Auflagenmanipulation bei "Szene Hamburg"

Montag, 20. September 2004

Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) hat eingeräumt, dass die Auflagen des Stadtmagazins "Szene Hamburg" über Jahre hinweg manipuliert wurden. Gleichzeitig weist die SPD-Medienholding, die unter anderem Mehrheitsaktionär bei der "Frankfurter Rundschau" beteiligt ist, jegliche Beteiligung an der Manipulation zurück. Bereits vor der Übernahme der "Szene"-Titel durch die Hamburger Stadtillustrierten Verlagsgesellschaft (HSI) im Jahr 1999 seien die Auflagen von "Szene Hamburg", "Essen + Trinken", "Uni-Extra", "Mode + Design" und "Hamburg pur" höher angegeben worden als gerechtfertigt.

Die DDVG habe sich darum bemüht, den Fall aufzuklären, als sie davon in Kenntnis gesetzt wurde. Die verantwortlichen Mitarbeiter seien entlassen worden und würden rechtlich belangt. Darüber hinaus erklärt die DDVG, ihre 75-Prozent-Beteiligung am "Szene"-Verlag verkaufen zu wollen - "unabhängig von den Vorgängen in der HSI", wie es in einer Stellungnahme heißt. "Focus" hatte von dem Auflagenschwindel berichtet und bemängelt, dass die HSI trotz der behaupteten Aufklärung die Mediadaten der "Szene"-Titel bisher nicht korrigiert habe. ps
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