DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen folgt bei der FR auf Kamissek

Donnerstag, 28. Oktober 2004

Jens Berendsen, Mitgeschäftsführer bei der SPD-Medienholding DDVG, rückt bei der "Frankfurter Rundschau" neben Hans Peter Volz und Martin Kümmerling als Sprecher der Geschäftsführung an die Spitze der Zeitung. Damit will die DDVG als Miteigentümerin der "FR" die Lücke schließen, die mit dem Ausscheiden des Geschäftsführungsmitglieds Günter Kamissek entstand.

Berendsen, dessen Einsatz in Frankfurt auf ein halbes Jahr angesetzt ist, soll zusammen mit dem Beratungsunternehmen Schickler die Restrukturierung des Unternehmens zu Ende bringen. Derzeit stehen offenbar Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaften über weitere Kosteneinsparungen für 2005 an - damit soll das Ziel, bis Ende kommenden Jahres schwarze Zahlen auszuweisen, erreicht werden.

Vom Tisch ist nach unbestätigten Berichten der Umzug von Redaktion und Verlagsangestellten in das Druckereigebäude in Neu-Isenburg. Stattdessen sollen nun Räume in der Frankfurter Innenstadt bezogen werden. Grund für den Umzug ist der Verkauf der bisherigen Verlagsimmobilie in zentraler Innenstadtlage. Unklar sind dagegen die Zukunftspläne der SPD für ihre Medienholding. Neben einem Verkauf, den Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement bevorzugt, diskutiert die Partei offenbar auch darüber, die gewinnbringende DDVG in eine Stiftung zu übertragen. nr
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