DAB plus: Private wollen gemeinsam verhandeln

Mittwoch, 30. Juni 2010
Die Regiocast-Gruppe verhandelt mit Media Broadcast
Die Regiocast-Gruppe verhandelt mit Media Broadcast

Nachdem die KEF vergangene Woche für ARD und Deutschlandradio die Mittel für den Aufbau des Digitalradiostandards DAB plus bewilligt hat, geht es auch bei den Privatradios einen weiteren Schritt voran. Die privaten Bewerber, darunter Regiocast und die NRJ-Gruppe, schließen sich zusammen, um gemeinsam mit Media Broadcast zu verhandeln. Media Broadcast baut das Digitalradionetz auf. In den Gesprächen soll es im wesentlichen um die Kosten- und Risikoverteilung gehen. Bislang haben die Sender, die Digitalstationen im DAB-plus-Standard aufbauen wollen, vor allem über die technischen Themen geredet, beispielsweise darüber, wie viele Sendestandorte nötig sind, um eine angemessene Abdeckung zu erreichen.

Die Kostenverteilung ist ein Knackpunkt beim Aufbau des Standards. In den Ausschreibungsunterlagen veranschlagt Media Broadcast für den reinen Netzbetrieb mindestens 2,6 Millionen Euro. Auch die Ausstiegsbedingungen sorgen für Diskussionen, denn der Vertrag kann erstmals nach 4 Jahren gekündigt werden, aber nur mit anderthalbjähriger Kündigungsfrist. pap
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