DAB-Plus-Streit: VPRT wirft ARD Gebühren-Verschwendung vor

Mittwoch, 17. Juni 2009
Hillmoth will DAB Plus beerdigen
Hillmoth will DAB Plus beerdigen

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) will den Vorwurf der ARD-Anstalten, "die Zukunft des Radios zu verzocken", nicht auf sich sitzen lassen. Die ARD hatte im Anschluss an die Intendantensitzung lautstark die Pläne des Privatverbandes kritisiert, sich auf der VPRT-Hauptversammlung am 25. Juni gegen die Einführung des Übertragungsstandard DAB Plus auszusprechen. Angesichts der millionenschweren Investitonen, die für eine Etablierung von DAB Plus notwendig wären und der schnellen Ausbreitung der Radioverbreitung über das Internet, stellt der VPRT die Notwendigkeit eines zusätzlichen Standards in Frage. Bereits im Mai hatte VPRT-Radiomann Hans-Dieter Hillmoth gegenüber HORIZONT (22/2009) seine Bedenken geäußert.

Die ARD hält dagegen an dem seit Jahren geplanten Standard fest und stellt rund 30 Millionen Euro für die Einführung bereit. "Unglaublich, wie unbefangen die ARD die enorme Summe von 30 Millionen Euro in ,Digitalradio-Versuche' stecken will, wo doch ihre Konzepte mit Blick auf die Zukunftstauglichkeit des Systems weder den VPRT und nicht einmal die KEF überzeugt haben", kontert nun Hillmoth."Um in der polemischen Sprache der ARD-Meldung zu bleiben: hier soll das Geld der Gebührenzahler verzockt werden." pap
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