DAB-Plus-Streit: Regiocast-Chef Linnenbach macht sich für Standard stark

Donnerstag, 18. Juni 2009
Linnenbach hält DAB Plus für relevanten Standard
Linnenbach hält DAB Plus für relevanten Standard

Im Gegensatz zu seinem FFH-Kollegen Hans-Dieter Hillmoth hofft Erwin Linnenbach, Geschäftsführer der Radioholding Regiocast, weiter auf die Einführung des Übertragungsstandards DAB plus. Hillmoth, der im Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) für Radio zuständig ist, hatte sich in mehreren Interviews, darunter in HORIZONT, gegen die Einführung des seit Jahren in der Schwebe hängenden Standards ausgesprochen und damit die Diskussion neu entfacht. Linnenbach appeliert vor allem an die Politik, die Weichen zu stellen: "Sie müsste dafür sorgen, dass die Infrastruktur sowohl auf der Sender- wie auf der Empfängerseite aufgebaut wird", sagt er im Interview mit HORIZONT.NET. 

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Das Interview mit Erwin Linnenbach erscheint in HORIZONT 25/2009 vom 18. Juni.

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"Wenn das nicht bald gelingt, verlieren wir diesen für die Gattung Radio absolut interessanten Verbreitungsweg und zudem die Chance, dass sich die Verhältnisse in Deutschland endlich der europäischen Normalität angleichen", warnt Linnenbach. Gerade in der aktuell unsicheren wirtschaftlichen Lage, scheuen die Sender die millionenschweren Investitionen in den Aufbau eines weiteren Verbreitungsweges neben UKW und dem immer stärker wachsenden Internet.

Bereits zu Wochenbeginn hatte sich die vorwiegend gebührenfinanzierte ARD vehement dafür asugesprochen, an DAB Plus festzuhalten. Der VPRT will sich am 25. Juni auf seiner Mitgliederversammlung jedoch dagegen aussprechen. pap
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