Corporate Publishing: Ein Drittel des Branchenumsatzes fließt in Digital

Freitag, 04. Juni 2010
Manfred Hasenbeck glaubt weiterhin an die zentrale Rolle von Print
Manfred Hasenbeck glaubt weiterhin an die zentrale Rolle von Print

Digitale Medien haben im Corporate Publishing inzwischen eine große Bedeutung erlangt. So nutzen 88 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz elektronische Formate für die Kunden- und Mitarbeiterkommunikation. Dabei werden pro Jahr 1,6 Milliarden Euro investiert. Das entspricht knapp einem Drittel des gesamten Umsatzes der Corporate-Publishing-Branche. Zu diesem Ergebnis kommt die Basisstudie II, die das Schweizer Markforschungsinstitut Zehnvier im Auftrag des Europäischen Institutes für Corporate Publishing (EICP) und des Forum Corporate Publishing (FCP) umgesetzt hat. Demnach beträgt pro Unternehmen das Jahresbudget für die digitalen CP-Medien im Schnitt 132.000 Euro und macht damit 38 Prozent des durchschnittlichen Etats von 350.000 Euro für die gesamte Kunden- und Mitarbeiterkommunikation aus.

Dabei variieren die Bandbreite und die Bedeutung der eingesetzten digitalen Medien deutlich. Neun von zehn Unternehmen messen Webseiten, E-Newsletter oder E-Magazinen eine wichtige oder sehr wichtige Bedeutung bei. So nutzen beispielsweise mehr als 10.500 Unternehmen Internetseiten im Corporate Publishing, dazu setzen sie etwa 8.800 verschiedene E-Magazine ein.

Eine weitere Säule im digitalen CP sind audiovisuellen Medien: Rund 62 Prozent der Unternehmen finden sie wichtig oder sehr wichtig, und bereits 40 Prozent im DACH-Raum setzen Videos ein. Soziale Netzwerke spielen im digitalen Corporate Publishing bislang dagegen noch eine untergeordnete Rolle: Knapp ein Drittel der Unternehmen nutzen Social Media, davon halten zwei Drittel diesen Kanal für sehr wichtig oder wichtig. 69 Prozent der Studienteilnehmer vertrauen dabei auf den Austausch in B-to-B-Communities, 48 Prozent setzen Social-Media-Kommunikation für den Endverbraucher ein.

Die Investitionen in digitale Medien gehen aber offensichtlich nicht zulasten der Klassik. Knapp 70 Prozent der Unternehmen sehen medienübergreifende Kommunikationsstrategien als eine der wichtigsten Entwicklungen im Corporate Publishing. Eine zentrale Rolle werden dabei laut der Studie auch in Zukunft gedruckte Medien spielen. "Mit der explosionsartigen Entwicklung von neuen Medienformen übernehmen Unternehmensmagazine zunehmend eine Push-Funktion als Navigationsinstrument und als Treiber neuer Medienkanäle", erklärt FCP-Präsident Manfred Hasenbeckbn
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