Cordes wirft bei Metro hin

Montag, 10. Oktober 2011
Eckhard Cordes wirft hin
Eckhard Cordes wirft hin

Der Machtkampf bei der Metro ist vorbei: Eckhard Cordes, Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Handelskonzerns, gibt sein Amt spätestens zum 31. Oktober 2012 auf. Nach wochenlangem Gezerre um die Zukunft des 60-Jährigen an der Spitze des Düsseldorfer Dickschiffs ergriff der ehemalige Daimler-Manager am Sonntag die Initiative. "Ich bin durch die Vorkommnisse der vergangenen Wochen und Monate zu dem Schluss gekommen, dass eine vertrauensvolle Basis für einen Verbleib an der Spitze der Metro AG nicht mehr gegeben ist", begründet Cordes seine Entscheidung. Dem Topmanager sei die Entscheidung nicht leicht gefallen. Sein Dank gelte den Mehrheitsgesellschafter, die Familien Haniel und Schmidt-Ruthenbeck, "die meine Vertragsverlängerung ausdrücklich unterstützt und in mehreren Gesprächen mit mir auch gewünscht haben."

Cordes hatte den Chefsessel bei Metro im November 2007 übernommen mit dem Ziel, das Unternehmen umzubauen. Genau hier setzt aber die Kritik von Aktionären an. So kam aus ihrer Sicht der Umbau der Metro nicht voran. Zudem war der Aktienkurs deutlich gefallen. Gleichzeitig liefen Arbeitnehmernvertreter gegen den Sparkurs bei der Metro Sturm. Ein weiteres Problem: Der Clinch mit Erich Kellerhals, Alteigner der Tochter Media-Saturn und Minderheitsaktionär, um dessen Vetorechte. Als dann die ersten Ablösegerüchte aufkamen, ließ Mehrheitsanteileigner Haniel diese lange unkommentiert stehen, bevor er sich dann doch für eine Vertragsverlängerung aussprach. Für Cordes kam dieser Vertrauensbeweis dann doch wohl zu spät. Neben Media-Saturn gehören unter anderem die Töchter Kaufhof und Real zum Konzern. mir 
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