Copyrights: Ole von Beust will Medienwirtschaft helfen

Dienstag, 09. Juni 2009
NDR-Intendant Lutz Marmor unterstützt die "Hamburger Erklärung"
NDR-Intendant Lutz Marmor unterstützt die "Hamburger Erklärung"

Verlage, Agenturen, Filmproduzenten und Musikindustrie sind in ihrem Bemühen, ihre Urheberrechte im Internet gesetzlich besser schützen zu lassen, ein kleines Stück vorangekommen. Denn ihre "Hamburger Erklärung" erfährt weiter Zuspruch. So schloss sich die Deutsche Presseagentur (DPA) den Forderungen an, und aus der Riege der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender erklärte NDR-Intendant Lutz Marmor seine grundsätzliche Zustimmung. Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust will die Erklärung jetzt in "gesetzgeberisches Handeln einfließen lassen", etwa über entsprechende Initiativen im Bundesrat oder -tag: "Es bleibt nicht nur bei Worten, es werden Taten folgen", so von Beust.

Am Montag haben Verlage (Axel Springer, Bauer, Ganske-Gruppe, Gruner + Jahr, Spiegel-Verlag und "Zeit"), der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA, die Allianz Deutscher Filmproduzenten (Film/TV) und der Bundesverband Musikindustrie im Rahmen des 3. Internationalen Mediendialogs unter der Überschrift "Hamburger Erklärung" in getrennten Statements branchenbezogene Forderungen zum Schutz des geistigen Eigentums verabschiedet. Ursprünglich war offenbar sogar eine gemeinsame Erklärung geplant - doch die einzelnen Brancheninteressen waren wohl doch zu spezifisch für einen einheitlichen Wortlaut. Mit Blick auf die Erfahrungen der Musikbranche riet Dieter Gorny, Präsident des Bundesverbands Musikindustrie, den Verlagen, ihre Leistungsschutzrechte nicht nur gesetzlich einzufordern, sondern dann auch und vor allem auf deren praktische Durchsetzung zu achten. rp
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