Copypreis: "Zeit" überholt "Spiegel" / Auch "Neon" erhöht

Montag, 07. Mai 2012
"Die Zeit" wird 20 Cent teurer
"Die Zeit" wird 20 Cent teurer
Themenseiten zu diesem Artikel:

Einzelverkaufspreis Spiegel-Verlag Neon


Die Einzelverkaufspreise der großen Zeitungen und Magazine kennen weiterhin nur eine Richtung: nach oben, und zwar auch oberhalb der aktuellen allgemeinen Inflationsrate. So erhöht die "Zeit" ab der Ausgabe 20/2012, die in dieser Woche erscheint, ihren Copypreis von 4 Euro auf 4,20 Euro (plus 5 Prozent). Der Hamburger Verlag bestätigt eine entsprechende Information von HORIZONT.NET auf Anfrage und begründet den Schritt wie meist in diesen Fällen mit einem Ausbau der Redaktion (diesmal: Investigativ-Ressort) und der "Sicherung des Qualitätsanspruchs".

Damit kostet die "Zeit" erstmals mehr als der "Spiegel" (4 Euro). Die "Zeit" hat ihren Copypreis seit 2008 jährlich um 20 Cent erhöht. Damit war man fast im Gleichschritt mit - aber eben einen Schritt hinter - dem "Spiegel" marschiert, der seit Anfang 2011 glatte 4 Euro kostet; die "Zeit" war ein paar Monate später nachgezogen. Und prescht jetzt vor auf 4,20 Euro. Beim Spiegel-Verlag plant man derzeit keine Erhöhung, heißt es. Wohl aber beim vierteljährlichen Ableger "Spiegel Wissen": Die Ausgabe 2/2012, die in dieser Woche erscheint, kostet fortan 7,80 Euro gegenüber 7,50 Euro (plus 4 Prozent).

Auch Gruner + Jahrs Lebensgefühl-Magazin "Neon" wird teurer: Es wird ab dem Juni-Heft 3,70 Euro kosten, das sind 5,7 Prozent mehr als bisher (3,50 Euro). Die große Schwester "Stern" hatte ihren Copypreis zu Jahresanfang um 10 Cent von 3,40 auf 3,50 Euro (plus 2,9 Prozent) erhöht, gut ein Jahr nach der letzten Anpassung Ende September 2010, als der Preis von 3,20 auf 3,40 Euro stieg. Zuvor war der "Stern"-Verkaufspreis Mitte 2009 von drei auf 3,20 gestiegen. rp
Meist gelesen
stats