"Content Engine": Axel Springer bastelt an Presse-Suchmaschine

Donnerstag, 28. Oktober 2010
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Blick und Klick in die Zukunft: Die Verlagsstrategen und IT-Tüftler von Axel Springer basteln an einem Großprojekt, das nicht nur die interne Zusammenarbeit der Springer-Objekte mit ihren über 3000 Redakteuren verändern dürfte - sondern auch die Geschäftsmodelle des Medienhauses. Nach HORIZONT-Informationen will Springer in den kommenden Wochen eine tagesaktuelle, zentrale Inhalteplattform testen, in die alle Redaktionen ihre Texte, Fotos und Videos einstellen. Arbeitstitel: "Content Engine". Damit sollen objektübergreifend Arbeitswege verkürzt, Doppelrecherchen vermieden und die Materialauswahl für alle Springer-Titel verbessert werden. Man wolle mit dieser „Suchmaschine für die Redaktionen" den „multimedialen und markenübergreifenden Austausch" journalistischer Inhalte intensivieren, erklärt eine Springer-Sprecherin auf Anfrage.

Noch spannender jedoch sind die kursierenden Gedankenspiele um mögliche neue Geschäftsmodelle. So soll die Content Engine irgendwann auch dazu dienen, die Verwertbarkeit von Inhalten zu verlängern, etwa über ganz neue Content-Kanäle fürs B-to-C- und B-to-B-Geschäft. Am Ende könnte sogar eine Art Presse-Aggregator stehen, in den auch andere Verlage ihre Inhalte einstellen, gegen eine Beteiligung an den Vermarktungserlösen. rp

Mehr zu Springers Gedankenspielen rund um die Content Engine lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 43/2010, die am Donnerstag, 28. Oktober erscheint.
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