Condé Nast wehrt sich gegen IVW-Ablehnung

Dienstag, 24. Juli 2007
-
-

Die IVW hat laut Condé Nast den Aufnahmeantrag für die Ausweisung von "Vanity Fair" in der Auflagenstatistik vorerst abgelehnt. Eine Ausweisung sei erst nach dem 1. Quartal 2008 möglich. Grund für den Streit ist eine Fußnote auf der vorletzten Seite einer vorläufigen Preisliste von "Vanity Fair". Darin heißt es laut Verlag: "Der Preis berechnet sich auf Basis der verkauften Auflage laut IVW. Bis zur IVW-geprüften Ausweisung der verkauften Auflage bezieht sich der Preis auf die Druckauflage." Die Fußnote sei vom Magazin kurzfristig verwendet worden, aber nachdem die IVW um Korrektur gebeten habe, "umgehend" in gedruckter und digitaler Form geändert worden. Dies habe die IVW-Geschäftsführung als "unzulässige Werbung mit dem IVW-Zeichen oder IVW-Hinweisen" klassifiziert und den Aufnahmeantrag nicht weitergeleitet.

"Von unzulässiger Werbung mit dem Namen der IVW kann man bei einer Fußnote auf der vorletzten Seite einer vorläufigen Preisliste, die nur die Preisberechnung für Ad-Specials erläutert, nicht sprechen", so Markus Schönmann, der vor kurzem zum General Manager bei Condé Nast aufgestiegen ist. "Zumal wir innerhalb dieser Fußnote ja sogar selbst eindeutig darauf hingewiesen haben, dass noch keine Ausweisung erfolgte und das Magazin zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf dem Markt war. Eine Gefahr für die "Wahrheit und Klarheit bei der Werbung mit Werbeträger-Verbreitungsdaten", das satzungsmäßige Schutzziel der IVW, bestand zu keinem Zeitpunkt." Er will daher den Dialog mit der IVW suchen, um dennoch früher aufgenommen zu werden.

Parallel prüfe er "mögliche rechtliche Schritte" und bereite eine Feststellung der Auflagenzahlen durch neutrale Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vor. "Mitte Oktober werden wir nach Branchenstandards geprüfte Auflagenzahlen liefern", so Schönmann. se

Meist gelesen
stats