Condé Nast stellt Wirtschaftstitel "Portfolio" ein

Dienstag, 28. April 2009
Mai-Ausgabe ist die letzte
Mai-Ausgabe ist die letzte

Schwerer Schlag für Condé Nast International: Der US-Verlag ("Vogue", "Vanity Fair", "The New Yorker") nimmt zwei Jahre nach dem Start sein Prestigeobjekt "Portfolio" vom Markt. Das Wirtschaftsmagazin wird nach der Mai-Ausgabe eingestellt. Ebenso wird der Onlineauftritt Portfolio.com eingestellt, rund 80 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Condé Nast hatte das High-End-Magazin im Frühjahr 2007 gestartet und soll über 100 Millionen US-Dollar in den Aufbau des Titels gesteckt haben. Unter anderem konkurrierte der ambitionierte Hochglanztitel, der über mit oppulenten Bildern über die Größen aus Politik und Wirtschaft berichtete, mit Magazinen wie "Forbes", "Fortune" und "Business Week".

David Carey, Group President von Condé Nast, erklärte, dass die Auflage von "Portfolio" mit rund 450.000 Exemplaren zwar gut gewesen sei, die Werberlöse allerdings stark rückläufig waren. Eine schnelle Erholung sei auch nach der Wirtschaftskrise nicht zu erwarten, so Carey.

Während sämtliche US-Magazine von der Wirtschafts- und Medienkrise betroffen sind, traf es "Porfolio" besonders hart: Laut Medienberichten brachen die Werbeerlöse im 1. Quartal 2009 um rund 61 Prozent ein. In Deutschland hatte Condé Nast bereits vor wenigen Wochen aufgrund der Wirtschaftskrise sein Gesellschaftsmagazin "Vanity Fair" einstellen müssen. se
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