Commerzbank-Prognose: "Gegenwind" drückt auf Springers Quartalszahlen

Donnerstag, 01. November 2012
Die Axel Springer-Zentrale in Berlin
Die Axel Springer-Zentrale in Berlin

Commerzbank-Analystin Sonia Rabussier erwartet, dass der Medienkonzern Axel Springer im 3. Quartal 2012 "viel Gegenwind" verspürt hat. Hohe Vergleichswerte aus dem Vorjahr, negative Kalendereffekte sowie vermutlich vorgezogene Buchungen von Werbekunden für die Ausgabe zum 60. Jubiläum der "Bild" könnten sich hemmend auf die Quartalszahlen auswirken, die am 7. November vorgestellt werden. Die Erlöse würden demnach im Vergleich zum 3. Quartal 2011 voraussichtlich um 3,1 Prozent auf 817 Millionen Euro steigen, der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) aber um 2,8 Prozent auf 153 Millionen Euro zurückgehen. Ein Abwärtstrend zeichnet sich offenbar besonders im Print-Segment (Zeitungen, Zeitschriften, und Auslandsgeschäft) ab. Hier erwartet die Commerzbank Umsatzrückgänge von 6,5 Prozent. Demgegenüber stehe eine anhaltend starke Performance im Digital-Bereich, wo die Umsätze um 23,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 299 Millionen Euro klettern dürften.

Springer hatte bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz im Juni für das Geschäftsjahr 2012 einen Anstieg der Gesamterlöse im einstelligen Prozentbereich prognostiziert. ire
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