Cincom-Studie: Top-Manager sind meist Technologie-Muffel

Mittwoch, 26. Mai 1999
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Führungskraft Computerabteilung Cincom System


Die Führungskräfte der Wirtschaft stehen den neuen Technologien eher ablehnend gegenüber. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Softwareherstellers Cincom Systems. Demnach verwenden die Leiter der Computerabteilungen in nahezu 60 Prozent aller Unternehmen mindestens zwei Stunden in der Woche darauf, ihre Vorgesetzten von den Produktivitäts- und Kostenvorteilen der Informationstechnologie zu überzeugen. 73 Prozent der Industrievorstände wollen sich mit neuen Aspekten der Datenverarbeitung möglichst überhaupt nicht befassen. Bei Banken liegt der Anteil der "Technologie-Muffel" sogar bei 75 Prozent. Laut Cincom-Umfrage sorgen zwar 65 Prozent der Firmen für eine ausreichende Finanzierung neuer Entwicklungen in der Datenverarbeitung, aber nur 36 Prozent der Top-Manager wollen wissen, wofür das Geld ausgegeben wird. Leidtragende seien unter anderem die DV-Leiter. Rund die Hälfte von ihnen verschwendet nach eigener Einschätzung zwischen 5 und 25 Prozent ihrer Zeit darauf, Vorgesetzten die Vorzüge moderner DV-Systeme zu erklären. Bei Großunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigen benötigen die DV-Verantwortlichen laut Angaben dreimal soviel Zeit, das Interesse des Top-Managements auf wichtige technische Entwicklungen zu lenken, wie auf die Bereitstellung der Mittel für die Anschaffung neuer Computer und Software.
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