Christoph Mohn: Keine Trendwende bei der Onlinewerbung

Donnerstag, 15. November 2001

Auf die lang erhoffte Trendwende am Online-Werbemarkt muss die Web-Branche nach Ansicht von Lycos-Europe-Chef Christoph Mohn noch etwas warten. In den kommenden Monaten sei nicht mit einem Wachstumssprung zu rechnen, sagte Mohn der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Aufschwung sei frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2002 möglich. Mohn begründet seine pessimistische Prognose mit der allgemeinen schlechten Konjuntur in Europa und den USA.

Lycos Europe war laut Mohn in der Lage, den Rückgang der Werbeumsätze durch Wachstum in den Bereichen E-Commerce und Access auszugleichen. In den kommenden zwei bis drei Jahren will Mohn den Anteil des E-Commerce-Umsatzes von derzeit 35 auf mehr als 50 Prozent steigern, um die Abhängigkeit von der Onlinewerbung weiter zu verringern. Derzeit werden noch 29 Prozent des Gesamtumsatzes durch Onlinewerbung erwirtschaftet.
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