Chip.de poliert mit Social-Media-Kampagne Image von Norton auf

Dienstag, 02. August 2011
Ein Blog war Teil der Social Media Kampagne
Ein Blog war Teil der Social Media Kampagne


Social Media ist in aller Munde, doch nicht nur Facebook bietet Werbungstreibenden eine Plattform für den Dialog mit den Verbrauchern. Chip.de nimmt für sich in Anspruch, dass seine Community eine Urform des sozialen Netzwerks sei. Das IT-Portal kann bereits Erfahrungen mit Social Media-Kampagnen vorweisen. "Die Grundregel beim Social Media Marketing ist, das alle etwas davon haben müssen, vor allem die Nutzer," meint Thomas Kaspar, Community-Manager Chip.de. In erster Linie ginge es darum, den Markenwert eines Produktes zu steigern, ohne dass die User die Maßnahmen als Kampagne wahrnehmen. An einem positiven Fallbeispiel erklärt Kaspar, wie Social Media Marketing bei Chip.de funktioniert.

Das Anti Virus-Programm Norton der Firma Symantec kam in der Chip-Community mit ihren knapp 2 Millionen registrierten Mitgliedern nicht besonders gut weg. Zwar hatte Symantec zwischenzeitlich Verbesserungen an dem Programm vorgenommen, konnte seinen schlechte Ruf bei den Usern aber nicht abschütteln. Doch genau das war der Grund für Symantec, auf diese Zielgruppe zurückzugreifen: "Die Chip Community war für uns hier eine geeignete Plattform, zum einen wegen der Größe, zum anderen auch, weil wir hier viele Posts sahen, die auf Vorurteilen und schlechten Erfahrungen mit älteren Softwareversionen beruhten", erklärt Andreas Althaus, Partner Sales Manager New Channels, Norton by Symantec.

In einem ersten Schritt bekamen Meinungsführer innerhalb der Community von Chip.de die Möglichkeit, die neueste Version des Programms zu testen. Kaspar betont, dass dabei lediglich Einfluss auf die Auswahl des Produktes, nicht auf die Beurteilung genommen werde. Nachdem das Produkt bei den Meinungsführern bestanden hatte, wurde der Kreis der Angesprochenen auf die ganze Community erweitert. Über sechs Monate testeten die Nutzer Norton Anti Virus. Die Mannschaft von Chip.de richtete als verstärkende Maßnahme zusätzlich einen Blog ein. "Wir haben dabei in Kauf genommen, dass gegebenenfalls auch negative Erfahrungen gepostet werden - es ist und wird ja schließlich nichts "geschönt"", betont Althaus. Die Idee hatte Erfolg: Inzwischen hat sich das Markenimage des Anti-Viren-Programms gedreht. Die Mitglieder sind wieder offen dafür, sich mit dem Produkt zu beschäftigen.

Dabei nimmt Chip.de dem Unternehmen die Initiierung der Aktionen und die Beobachtung der Diskussion ab, wertet die Einträge aus und leitet die Begegnung von Nutzern und Produkt. Kaspar betont, dass Social Media Marketing inzwischen ein effektives Mittel im Media Mix sein kann, aber nicht für sich steht. Diskussionen in Foren könnten allerdings bei Kaufentscheidungen Dritter inzwischen durchaus eine Rolle spielen. hor
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