"Chip" kämpft mit umfassendem Relaunch gegen den Leserschwund

Donnerstag, 01. Dezember 2011
"Chip" will sich auch optisch von anderen Technik-Titeln abheben
"Chip" will sich auch optisch von anderen Technik-Titeln abheben

Technik- und IT-Magazine erleben schwere Zeiten. Technikaffine Zielgruppen laufen den Zeitschriften in Scharen davon. "Chip" reagiert mit einem tiefgreifenden Relaunch auf den Absturz seiner Verkaufszahlen. Mit mehr Seiten, einem erweiterten Themenspektrum und einem neuen Layout will das Technikmagazin von Hubert Burda Media den Leserschwund bremsen. Ab der kommenden Ausgabe kommt das Magazin mit 20 Seiten mehr an den Kiosk. Das Heft gliedert sich in die drei Rubriken Trend, Test und Technik. Das inhaltliche Spektrum soll in Zukunft dabei deutlich breiter werden und stärker Inhalte abseits der klassischen Test- und Technik-Themen berücksichtigen. So startet mit der neuen Ausgabe zum Beispiel eine Serie über digitale Religionen. Neue Tests mit "akribischen Messverfahren" sollen den Lesern die Suche nach Produkten erleichtern. Detaillierte Workshops und Profitipps runden das Angebot ab.

Auch das Layout wurde überarbeitet: Eine neue Typografie, frische Farben, und ein überarbeitetes Coverdesign sollen "Chip" auch optisch deutlich von anderen Technik-Titeln abheben.

"Die neue Chip ist das Ergebnis des umfassendsten Relaunchs seit einem Jahrzehnt", sagt Chefredakteur Thomas Pyczak. "Wir wollen damit das innovativste Technikmagazin auf dem Markt bieten, inhaltlich wie auch beim Storytelling und Design."

Das Magazin hatte zuletzt mit einem Auflagenschwund im zweistelligen Prozentbereich zu kämpfen: Im 3. Quartal brach die verkaufte Auflage des Magazins laut IVW um 24 Prozent auf 255.000 Exemplare ein. Den meisten anderen Technik-Magazinen geht es indes nicht besser: Das gesamte Segment verlor im 3. Quartal rund 9 Prozent. dh
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