Chefredakteur Thomsen will Stern.de zum führenden Online-Magazin machen

Mittwoch, 04. April 2007
Chefredakteur Frank Thomsen will Print- und Online-Redaktionen stärker verzahnen
Chefredakteur Frank Thomsen will Print- und Online-Redaktionen stärker verzahnen
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Frank Thomsen Investition Deutschland Charité RAF


Der "Stern" forciert seine Aktivitäten im Internet und kündigt weitreichende Investitionen bei seinem Portal Stern.de an. Der Umbau soll sukzessive umgesetzt werden. Chefredakteur Frank Thomsen will den Internetauftritt "in den kommenden Jahren zu dem führenden Online-Magazin Deutschlands" ausbauen. Die Page Impressions sollen dann von derzeit 133 Millionen auf monatlich 600 Millionen steigen. Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können, wird Thomsen die bisher separat agierenden Redaktionen des "Stern" und des Web-Portals enger miteinander verzahnen und ein eigenes Nachrichtenteam mit sechs bis acht Mitarbeitern aufbauen. Sie werden nicht nur Stern.de mit aktuellen Meldungen bestücken, sondern auch die Nachrichtenlage für das gedruckte Blatt überwachen. Zudem sollen sie die bisherigen 14 Online-Redakteure entlasten, die sich verstärkt den Magazingeschichten widmen können. Unterstützt werden sie durch Online-Verbindungsredakteure, die in die wichtigsten Ressorts des "Stern" entsandt werden. Da auch Stern.de auf opulente Fotos setzt, werden die beiden Bildredaktionen verschmolzen, um doppelte Arbeit zu vermeiden. Thomsen, der auch geschäftsführender Redakteur des "Stern" ist, beteuert, dass keine Mitarbeiter entlassen, sondern neue eingestellt werden.

Durch diese Maßnahmen will er Stern.de als "ein Minutenmagazin im Netz" platzieren. Die Schwerpunkte des erweiterten Online-Angebots liegen in den Bereichen Humor, Wissen, Gesundheit und Unterhaltung. Den Start machte vergangene Woche der neue Allergie-Ratgeber in Kooperation mit der Berliner Charité. Für Sommer kündigt Thomsen Shortlists an, die von der Redaktion und den Usern über Themen wie "CDs, die ich gekauft und noch nie gehört habe" bis "Bücher über die RAF" erstellt werden. Er will damit "Entertainment pur für eine riesige Community" anbieten und die liefert bekanntermaßen attraktive Zielgruppen für die Werbekunden der "Stern"-Gruppe. ejej

Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am 5. April erscheint.
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