"Chatter"-Bilanz: Burda meldet 200.000 verkaufte Exemplare

Montag, 26. Juli 2010
"Chatter" liegt über Plan
"Chatter" liegt über Plan

Über den vermeintlichen Verkaufserfolg von „Chatter" wurde zuletzt viel spekuliert. Knapp drei Wochen nach Start des wöchentlichen People-Blatts sorgen die Burda Medienpark Verlage nun für Klarheit: Die Erstausgabe hat sich nach Verlagsschätzungen rund 200.000 Mal verkauft. Remissionen wurden dabei noch nicht verrechnet. Die von den Grossisten ermittelte Grosso-West-Zahl liegt bei 150.000 verkauften Exemplaren.

Die Zweitausgabe wird aller Voraussicht nach die Erstausgabe noch toppen: Der Verlag rechnet damit, dass die Verkäufe etwa 25 bis 30 Prozent über denen der Startausgabe liegen werden. Die dritte Ausgabe, die aktuell im Handel ist, zeige ähnliche prozentuale Wachstumszahlen. Das Wachstum komme dabei vor allem aus urbanen Bereichen.

Damit gelingt dem 50-Cent-Heft, das teils auf Zeitungs-, teils auf Hochglanzpapier gedruckt ist, ein durchwachsener Start. Zum Vergleich: Die Verkäufe der übrigen, seit Jahren eingeführten jungen People-Titel liegen circa zwischen 150.000 und 200.000 Exemplaren. Gemessen an der Druckauflage von "Chatter", die bei 1,3 Millionen Exemplaren lag, ist aber sicherlich noch Luft nach oben. Auch gemessen an der Garantieauflage, die bei 500.000 Stück lag, sind die Erstverkaufszahlen noch nicht ausreichend. In Offenburg ist man dennoch zufrieden: „Das stetige Wachstum in diesem frühen Stadium ist erfreulich und etwas über den Erwartungen", teilt der Verlag mit.

Eine große Fangemeinde muss das Klatschblatt auch gewinnen, wenn es die Ziele von Reinhold G. Hubert erfüllen soll: Der Geschäftsführer der Medienpark Verlage hat mit „Chatter" nämlich nicht nur die jungen People-Magazine-Käufer im Visier, sondern den Gesamtmarkt der wöchentlichen unterhaltenden Frauenzeitschriften. Sowohl die 20-Jährige als auch die 50-Jährige sollen zugreifen. se
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