Cash Cow Print: Burda-Vorstand Welte schwärmt vom hochrentablen Zeitschriftengeschäft

Mittwoch, 21. November 2012
Philipp Welte schwärmt von Print
Philipp Welte schwärmt von Print

Nach den Schreckensmeldungen der vergangenen Tage (Gruner + Jahr) und Wochen ( "FR", "Prinz") hört man das gern: Es gibt auch noch Verlage, die mit Printerzeugnissen Geld verdienen. Jüngstes Beispiel ist Burda: Wie Vorstandsmitglied Philipp Welte im Gespräch mit dem "Handelsblatt" ankündigt, wird das Ergebnis der von ihm verantworteten Zeitschriftensparte  in diesem Jahr "absolut erfreulich" ausfallen. Zeitschriften seien "nach wie vor ein hochrentables Geschäft", so Welte. Konkrete Zahlen nennt Welte zwar nicht. Das "Handelsblatt" berichtet allerdings unter Berufung auf Unternehmensinsider, dass Burda in diesem Jahr die höchste Rendite seiner Unternehmensgeschichte erzielen wird.

Kommt "Harper´s Bazaar" nach Deutschland?
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Treiber des Wachstums sind nicht etwa nur die digitalen Angebote wie Zooplus, die teils gar nichts mit Journalismus zu tun haben, sondern auch die traditionellen Printmedien. So soll die Rendite im Zeitschriftengeschäft zwischen 15 und 20 Prozent liegen. Marktexperten trauen Burdas Zeitschriftensparte dem Bericht zufolge Erlöse in Höhe von 650 Millionen Euro und einen Gewinn im niedrigen dreistelligen Millionenbereich zu.

Im kommenden Jahr will Welte weiter Boden gut machen und neue Titel an den Kiosk bringen. In der Pipeline steckt derzeit unter anderem "Harper´s Bazaar". Welte verhandelt derzeit intensiv mit dem US-Verlag Hearst über eine deutsche Ausgabe der Hochglanz-Frauenzeitschrift. "Wir sind zuversichtlich, noch in diesem Jahr einen gemeinsamen Weg für dieses Projekt zu finden", so Welte im "Handelsblatt". mas
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