Canal Plus und TPS teilen sich Fußball-TV-Rechte

Montag, 28. Juni 1999
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Canal Plus Preiskrieg Fußballverband Fußballrechte


Nach einem Preiskrieg ohnegleichen haben sich der französische Fußballverband Fédération Francaise du Football (FFP) und die Pay-TV-Unternehmen Canal Plus und TPS über die Verteilung der Fußballrechte geeinigt. Der Verband hat sich damit entschieden, seinen Partner seit 15 Jahren, Canal Plus, nicht zugunsten der digitalen Konkurrenz, TPS, aufzugeben - trotz des verlockenden Angebots der digitalen Plattform, die über 100 Millionen Mark mehr auf den Tisch legen wollte als Canal Plus. Doch wenn auch TPS das finanziell bessere Angebot machte, kann das digitale TV-Bouquet nicht mit der Canal-Plus-Abonnentenzahl mithalten: TPS zählt etwa 700.000 Abonnenten, Canal Plus 4,5 Millionen. Und die wollte der französische Fußballverband anscheinend nicht verärgern. Canal Plus bezahlt für die Übertragung der Erst- und Zweitligaspiele der nächsten drei Jahre doppelt so viel wie bisher, nämlich 1,6 Milliarden Mark, und behält die Rechte für zwei Spiele am Freitag sowie das Sportmagazin Freitag und Samstag abends. TPS steigt in der nächsten Saison erstmals ins Fußballgeschäft ein und sichert sich die Übertragungsrechte für ein Spiel am Samstag sowie gemeinsam mit Canal Plus die Rechte für die Übertragung der täglichen Spiele und zahlt dafür jährlich knapp 100 Millionen Mark. Allein mit diesem Abkommen fließen gut zwei Milliarden Mark in die Kassen des Fußballverbandes. Geklärt werden muß nur noch die Frage, wie die Gelder innerhalb der Vereine wieder aufgeteilt werden.
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