CNBC Europe: CEO Mick Buckley spricht über Rebranding

Donnerstag, 25. September 2008
CNBC-CEO Mick Buckley
CNBC-CEO Mick Buckley

Zum 29. September lässt der paneuropäische Nachrichtensender CNBC Europe das Regionalkürzel "Europe" fallen. Mit dem Rebranding ist eine globalere Ausrichtung des Spezialisten für Wirtschafts- und Finanznachrichten verbunden, wie CEO Mick Buckley im Interview erläutert.



Horizont: CNBC Europe unterzieht sich einem Rebranding. Welche Neuerungen bringt das mit sich?

Buckley: Bei unserem Logo wird das "Europe" wegfallen, ein neues On-Air-Design gibt es nicht. Wir werden werktags weiterhin mehr als neun Stunden Programm aus unserer Zentrale in London senden. Bewährte Formate wie Squawk Box Europe, Power Lunch Europe und European Closing Bell werden sich weiterhin auf Europa beziehen, neue Programmänderungen und Features sind für die kommenden Monate geplant. Eine umfangreiche Markenkampagne begleitet das Rebranding: Wir schalten Anzeigen in der "Financial Times", "Wall Street Journal Europe", "International Herald Tribune", "Trader Monthly", "Spears Wealth Management" und "Spectator Business". In Deutschland werden Anzeigen in "Focus" und "Focus Money" erscheinen.





Horizont: Soll die Umbenennung die stärkerer globale Ausrichtung unterstreichen?

Buckley: Als wir vor zehn Jahren starteten, war es notwendig, unser europäisches Programm vom internationalen abzugrenzen. Seitdem hat sich jedoch sehr viel an der Art und Weise geändert, in der wir alle unseren Geschäften nachgehen. Jede Story, die wir bringen, hat globale Auswirkungen. Unternehmen schauen sich nicht mehr länger nur europaweit nach Investitionsmöglichkeiten um. Diesem zunehmenden Trend von überregionalen und globalen Business News tragen wir mit dem Rebranding Rechnung.





Horizont: Im Moment kürzen viele Werbekunden ihre Etats. In welchem Ausmaß bekommen Sie das bei CNBC zu spüren?

Buckley: Es stimmt, viele große Sender stehen unter finanziellem Druck. CNBC dagegen floriert, es ist keine Verlangsamung in Sicht. Unsere Werbeerlöse liegen im 1. Halbjahr 29 Prozent über dem letztjährigen Ergebnis, auch die Gesamtwachstumsrate für die letzten drei Jahre liegt bei 29 Prozent. 2007 haben wir beim Betriebsgewinn ein Rekordergebnis erzielt, und wir sind auf dem besten Weg, das dieses Jahr zu wiederholen. Die Werbekunden schätzen unsere Zielgruppe, die sich vor allem aus internationalen Entscheidern rekrutiert. Mit maßgeschneiderten Werbelösungen können wir den Kunden attraktive Angebote unterbreiten.





Horizont: Wie wichtig ist der deutsche Markt für CNBC?

Buckley: Deutschland bleibt einer unserer wichtigsten Märkte mit dem größten Publikum in Europa. Wir unterhalten ein großes Newsbüro in Frankfurt. Auch weiterhin ist es unser Ziel, dem deutschen Wirtschaftspublikum Business- und Finanznachrichten mit Tiefgang zu bieten.





Mehr zum CNBC-Rebranding und der Lage der internationalen Nachrichtensender lesen Sie in der neuen Ausgabe von HORIZONT, die am 25. September erscheint. HOR

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