CLT-Ufa erwartet Rekordjahr

Donnerstag, 20. Mai 1999

"Ein außerordentliches Geschäftsjahr mit einem Rekordergebnis erwartet der CLT-Ufa Vorstandsvorsitzende Rolf Schmidt-Holtz für 1999. Auf der Bilanzpressekonfernez der CLT-Ufa in Luxemburg kündigte er für 1999 erstmals ein positives Ergebnis von "weit über 100 Millionen Euro" vor Steuern (196 Millionen Mark) an, in dem der außerordentliche Gewinn aus dem Verkauf von 45 Prozent der Premiere-Anteile an die Kirch-Gruppe für 1,565 Milliarden Mark noch nicht enthalten ist. Wie CLT-Ufa-TV-Vorstand Ewald Walgenbach erklärte, werde der Verkauf der Premiere-Anteile nach Abzug der 400 Millionen Mark, die für die Übernahme der Canal-plus-Anteile gezahlt wurden, noch über eine Milliarde Mark Gewinn einbringen. Als Grund für die positive Entwicklung des Unternehmens nannte Schmidt-Holtz unter anderem greifende Synergieeffekte der RTL-Sender durch Verbesserung des Programmflusses. Mit den Gesellschaftern von RTl II und Super RTL sei man weiterhin in Verhandlungen über eine Beteiligungserhöhung, um die Zusammenarbeit der Sender auch gesellschaftsrechtlich umzusetzen. Bereits 1998 führte der Aufwärtstrend zu einem konsolidierten Nettoergebnis von minus 14 Millionen Euro (minus 27,38 Millionen Mark), im Vorjahr waren es noch minus 71 Millionen Euro (minus 138,86 Millionen Mark). Der konsolidierte Umsatz stieg im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 3,085 Milliarden Euro (6,03 Milliarden Mark). 1997 lag er bei 2,872 Milliarden Euro (entspricht 5,61 Milliarden Mark). Die deutsche Cash-Cow RTL steigerte ihren Gewinn 1998 um 40 Prozent auf 149 Millionen Euro (291 Millionen Mark). Den neuen RTL-Chef Gerhard Zeiler lobte Schmidt-Holtz als "Garant für den RTL-Erfolg". Zeiler, der den Sender in diesem Jahr "weiter professionalisieren" werde, stehe für "Kreativität und Innovation". Der französische Vorstandsvorsitzemde der CLT-Ufa, Rémy Sautter, erklärte, daß man künftig das Engagement auf dem europäischen Free-TV-Markt weiter ausbauen wolle. Dies müsse aufgrund der schwierigen Frequenzlage eher über Zukäufe als über Neugründungen geschehen.
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