CEO Klaus Utermöhle verlässt Economia

Dienstag, 11. August 2009
Geht - und nimmt seine Kunden gleich mit: Klaus Utermöhle
Geht - und nimmt seine Kunden gleich mit: Klaus Utermöhle

Economia steht ab September bis auf Weiteres ohne Chef da. Klaus Utermöhle, langjähriger CEO der Hamburger Kreativagentur, wird die BBDO-Tochter verlassen. Nach Darstellung von BBDO erfolgt der Schritt im gegenseitigen Einvernehmen. Der 63-jährige Utermöhle will sich nach eigenen Angaben selbständig machen. "Der Ausstieg war seit Langem geplant", erklärt Utermöhle. Kunden wie KATAG, Dressler, Leifheit und Kunert will er mitnehmen und künftig in seiner eigenen Agentur beraten.

Der studierte Grafiker und Betriebswirt begann seine berufliche Laufbahn als Kontakter bei seinem heutigen Arbeitgeber, bevor er als Geschäftsführer in verschiedenen Consulting-Agenturen für den Nahen und Mittleren Osten tätig war. 1985 kehrte er zu Economia zurück und wurde 1990 Partner. Von 1995 bis 2000 war er Mitglied des GWA-Vorstandes. 2001 wurde er CEO von Economia.

Wie es bei Economia nach dem Abgang des Geschäftsführenden Gesellschafters Utermöhle weitergeht, ist noch unklar. BBDO-Chef Anton Hildmann, der wie berichtet Anfang 2010 vom derzeitigen JvM-Manager Frank Lotze abgelöst wird, spreche derzeit mit COO Peter Brawand, 52, und CCO Torsten Rieken, 49, über die künftige Ausrichtung der Agentur, teilt die Düsseldorfer Muttergesellschaft mit. Wie ein Sprecher gegenüber HORIZONT.NET erläutert, geht es bei den Gesprächen nicht um eine Nachfolgeregelung für Utermöhle, sondern um die generelle Positionierung von Economia  innerhalb des Agenturnetzwerks.

BBDO ist nicht die einzige Agentur aus Omnicom-Gruppe, bei der zurzeit kräftig umgebaut wird. Auch bei TBWA steht ein Führungswechsel an. So wurde TBWA-Deutschlandchef Hubertus von Lobenstein vor knapp 2 Wochen abberufen und durch den bisherigen Chefstrategen Sven H. Becker ersetzt. Grund für die personellen Veränderungen dürfte nicht zuletzt die durchwachsene Geschäftsentwicklung bei Omnicom sein. Im zweiten Quartal musste der Werbekonzern deutliche Rückgänge bei Gewinn und Umsatz verkraften. Die Holding, zu der neben BBDO, TBWA und DDB auch die Mediaagenturen OMD und PHD gehören, erwirtschaftete im der Zeit von April bis Juni 2009 einen Gewinn von 233,4 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Omnicom noch 307 Millionen Dollar verdient. Der Umsatz fiel ebenfalls deutlich um 17 Prozent auf 2,87 Milliarden Dollar. mas
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