CDU fordert Werbung zum Boykott der Talkshows auf

Dienstag, 30. März 1999

Parteiübergreifend formiert sich der Widerstand der Politiker gegen perverse Auswüchse in TV-Talkshow. In Düsseldorf begrüßte die nordrhein-westfälische CDU-Landtagsfraktion "ausdrücklich, daß die gemeinsame Stelle Jugendschutz und Programm der Landesmedienanstalten Roß und Reiter nennt, wenn es darum geht, Schmuddeltalkshows aus den Fernsehprogrammen, speziell am Nachmittag, zu verbannen". Ihr stellvertretender Vorsitzender Lothar Hegemann forderte die werbungtreibende Wirtschaft auf, ihre Spots nicht mehr in den nachmittäglichen Krawall-Talkshows zu plazieren: "Kinder und Jugendliche werden mit verbalen Entgleisungen und menschenverachtendem Verhalten konfrontiert, das sie seelisch schwer beeinträchtigen kann."
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