CATI macht bayerischen Privatfunkern Laune

Dienstag, 08. Juni 1999

Das Privatradio gewinnt in Bayern zunehmend Hörer und setzt damit die etablierten Konkurrenzwellen des Bayerischen Rundfunks zunehmend unter Druck. Dies ergab die aktuelle Funkanalyse Bayern 1999 (FAB) bei der die Bayerische Landeszentrale für neue Medien erstmals auch die telefongestützte CATI-Methode anwandte. Die Ergebnisse wurden heute auf den BLM-Lokalfunktagen in Nürnberg präsentiert. Die FAB sieht Antenne Bayern und die Lokalfunkstationen im Aufwind. So legte zum Beispiel der Landessender Antenne Bayern mit 24,5 Prozent Hörern gestern gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozentpunkte zu. Dies entspricht einem täglichen Höreranteil von rund 2,3 Millionen. Die Lokalprogramme steigerten ihre Reichweite um vier Prozentpunkte auf 2,8 Millionen Hörer. Von den fünf Programmen des Bayerischen Rundfunks konnte indes nur Bayern 3 mit 0,3 Prozentpunkten ein leichtes Plus verbuchen. Basis der FAB-Erhebung, bei der das CATI-Verfahren die bisherige Tagebuchmethode ablöste, waren Befragungen von 20.748 Personen über 14 Jahre, die zwischen Januar und März dieses Jahres zu ihrer Radionutzung interviewt wurden.
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