Buy-Out bei Gruner + Jahr: Chefredakteur Förster will offenbar "Impulse" übernehmen

von Ingo Rentz
Donnerstag, 03. Januar 2013
"Impulse" verkauft laut IVW monatlich rund 81.000 Exemplare
"Impulse" verkauft laut IVW monatlich rund 81.000 Exemplare

Als Gruner + Jahr das Aus der "Financial Times Deutschland" offiziell machte, schien auch das Schicksal von "Börse Online" und "Impulse" besiegelt. Einzige Hoffnung für die Wirtschaftstitel: Ein Verkauf, etwa über einen Management Buy-Out. Zumindest bei "Impulse" scheint letzteres Szenario nun einzutreffen, wie der "Tagesspiegel" meldet.

Der Zeitung zufolge will Chefredakteur Nikolaus Förster "Impulse" übernehmen, der Deal könnte schön nächste Woche über die Bühne gehen. Der "Tagesspiegel" beruft sich auf Verlagskreise, denen zufolge rund 15 Redakteure aus dem bisherigen Team übernommen werden sollen, insgesamt solle die Redaktion wohl aus rund 30 Redakteuren bestehen. Weder Gruner + Jahr noch Förster wollten sich zu den Verhandlungen äußern, heißt es.
Nikolaus Förster kam von der "FTD" zu "Impulse"
Nikolaus Förster kam von der "FTD" zu "Impulse"
Förster ist den Wirtschaftsmedien von G+J schon lange verbunden: Er kam im Juli 1999 in die Entwicklungsredaktion der "FTD", die im Februar 2000 an den Start ging. Zunächst war er dort Reporter, danach Kommentarchef. Ab 2002 verantwortete Förster das Hintergrundressort, ehe er das Ressort Agenda übernahm. Anfang 2009 wurde er Chefredakteur von "Impulse".

Unklar ist noch, wie es mit dem Schwestertitel "Börse Online" weitergeht. Zwar sei auch hier ein Buy-Out durch Chefredakteurin Stefanie Burgmaier im Gespräch, es gebe jedoch auch einen externen Bewerber für die wöchentliche Anlegerzeitschrift, meldet der "Tagesspiegel". Bis Ende Januar habe der Verlag noch Zeit, einen Käufer zu finden.

Gruner + Jahr hatte Anfang Dezember 2012 die "FTD" eingestellt und angekündigt, den Verkauf von "Börse Online" und "Impulse" zu prüfen. Das Monatsmagazin "Capital" hingegen wird wohl mit einer verkleinerten Redaktion am Standort Berlin weitergeführt. Von den Veränderungen sind über 300 Mitarbeiter der G+J Wirtschaftsmedien in Hamburg, Frankfurt und weiteren Außenbüros betroffen. ire
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