Bußgeld belastet Ergebnis von Pro Sieben Sat 1

Dienstag, 04. März 2008
Vorstandschef Guillaume de Posch zieht eine positive Bilanz
Vorstandschef Guillaume de Posch zieht eine positive Bilanz

Die Pro Sieben Sat 1 Goup hat durch die Übernahme von SBS ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2007 kräftig steigern können. Das Bußgeld des Bundeskartellamtes und die schwache Entwicklung von Sat 1 haben das Ergebnis allerdings belastet. Im laufenden Jahr will der Konzern durch den Start neuer TV-Sender und insbesondere im Internet weiter wachsen. Der Umsatz stieg durch die erstmalige Konsolidierung der SBS Broadcasting Group, die im Juli 2007 erworben wurde, um 29 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro (2006: 2,1 Milliarden).

Das Ergebnis wurde durch das Bußgeld des Bundeskartellamtes in Höhe von 120 Millionen Euro gegen den Vermarkter Seven-One Media belastet. Unter Berücksichtigung von Sondereffekten stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 8 Prozent auf 521,3 Millionen Euro. Um Sondereinflüsse bereinigt stieg das Ebitda um 36,3 Prozent auf 661,9 Millionen.

Guillaume de Posch: 2007 war nicht nur wirtschaftlich, sondern auch strategisch ein sehr erfolgreiches Jahr für Pro Sieben Sat 1“
Das Finanzergebnis sank aufgrund höherer Zinsaufwendungen durch die SBS-Akquisition von minus 57,5 Millionen Euro auf minus 135,5 Millionen. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 28,9 Millionen Euro auf 272,8 Millionen. Die Verschuldung stieg durch die Übernahme von SBS von 121,8 Millionen Euro auf 3,3 Milliarden.

"2007 war nicht nur wirtschaftlich, sondern auch strategisch ein sehr erfolgreiches Jahr für Pro Sieben Sat 1. Wir haben Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Durch den Erwerb von SBS haben wir die Gruppe international aufgestellt und so die Abhängigkeit von einzelnen Märkten wesentlich reduziert", sagt der Vorstandsvorsitzende Guillaume de Posch.

Im laufenden Jahr will der Konzern vor allem durch den Start neuer TV-Sender und im Internet wachsen. Angebote, die nur in einzelnen Ländern vertreten sind, sollen in allen Märkten gestartet werden. Der Umsatzbeitrag des Bereiches Diversifikation lag 2007 bei 14,8 Prozent nach 11,4 Prozent im Vorjahr.
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