Burda will Anzeigenmarktführer werden

Dienstag, 27. Mai 2003

In fünf Jahren will Hubert Burda Media die Spitzenposition im Anzeigenmarkt erklommen haben. Im vergangenen Jahr rangierte die Mediengruppe mit einem Bruttowerbeumsatz von 527,8 Millionen Euro hinter Marktführer Gruner + Jahr mit 649,4 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Titel der Verlagsgruppe Milchstraße, an denen Burda beteiligt ist, läge das Verlagshaus zwar schon jetzt vorne, doch soll auch 2008 die Rechnung ohne das Portfolio von Milchstraße-Verleger Dirk Manthey aufgehen. "Es entspricht unserer Dezentralisierungsstrategie, dass die Milchstraße mit Dirk Manthey an der Spitze ein unabhängiges Haus bleibt", erklärt Jürgen Todenhöfer, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands von Hubert Burda Media.

Gegen den Trend konnte sich die Mediengruppe im vergangenen Jahr am Markt behaupten. Der Gesamtumsatz legte um 0,9 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu. Der konsolidierte Konzernumsatz erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Nur 22 Prozent davon stammen aus dem inländischen Anzeigengeschäft. Insgesamt trägt das Verlagsgeschäft in Deutschland 46 Prozent zum Umsatz bei. "Das Umsatzwachstum ist rein akquisitionsbedingt", erklärt der Burda-Vorstand. Vor allem der Kauf von "Guter Rat" sein "ein absoluter Volltreffer" gewesen. Todenhöfer: "Der Titel hat auf Anhieb Geld verdient." Zu den Top 5 der renditeträchtigsten Zeitschriften des vergangenen Jahres zählen "Freizeit Revue", "Focus", "Bunte" "Freundin" und "Super Illu". Das Konzernergebnis liegt 2002 trotz Minus im "gesunden schwarzen Bereich", so der Verlagsmanager.

Erklärtes Ziel ist, in diesem Jahr das Stammgeschäft weiter auszubauen und die Internationalisierung voranzutreiben. "Wir rechnen mit einer leichten Umsatzsteigerung und einem stabilen Ergebnis", prognostiziert Todenhöfer. Dabei sieht Paul-Bernhard Kallen, Vorstand Technologie & Treasury, in Großbritannien, USA und Spanien noch Potenzial. Die Restrukturierungsmaßnahmen hätten gegriffen: Das Internet-Geschäft Tomorrow Focus und Focus Money seien auf dem Weg in Richtung Break-even. sch
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