Burda schnallt den Gürtel enger

Freitag, 11. Juli 2008
Auch "Focus" muss sparen
Auch "Focus" muss sparen

Für den Münchner Verlag Hubert Burda Media sind die fetten Jahre vorbei. Bis Ende 2009 sollen zehn Prozent in der Printsparte eingespart werden. "Wegen des zu erwartenden Rückgangs im Printgeschäft hat der Vorstand von Hubert Burda Media die entsprechenden Geschäftsführer der Holding gebeten, Vorschläge für moderate Einsparungen in Höhe von circa fünf Prozent für jeweils 2008 und 2009 einzureichen", sagte ein Verlagssprecher der "Süddeutschen Zeitung".

Davon betroffen ist auch Burdas Flaggschiff "Focus". Wie bei dem Nachrichtenmagazin gespart werden soll, das seit Jahren mit sinkenden Auflagen zu kämpfen hat, lässt "Focus"-Chef Helmut Markwort jedoch offen: Die Redaktionskonferenz sei diskret, ließ er auf Anfrage der "Süddeutschen" verlauten.

In der aktuellen IVW 2008/II hat das Magazin den Auflagenrückgang laut Verlagsangaben zwar gestoppt und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent bei der verkauften Auflage zugelegt. Zum Plus bei Abonnements und Einzelverkauf kommt aber auch ein Zuwachs bei den Bordexemplaren. Konkurrent "Spiegel" soll nach HORIZONT-Informationen dagegen unterm Strich einen Rückgang bei der verkauften Auflage ausweisen.

In der gerade erscheinen AWA hat jedoch auch der "Focus" spürbar Federn gelassen. Der Titel, der die vergangenen Jahre nicht müde wurde, über Reichweiten statt verkaufte Auflagen zu argumentieren, hat zwischen 2007 und 2008 rund 260 000 seiner 4,61 Millionen Leser verloren. np/pap



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