Burda legt Übernahmeangebot für Xing vor

Freitag, 26. Oktober 2012
Burda legt für Xing ordentlich drauf
Burda legt für Xing ordentlich drauf


Burda hat bekannt gegeben, sämtliche Anteile an dem Karrierenetzwerk Xing übernehmen zu wollen. Zunächst erhöhte das Medienunternehmen über seine Tochter Burda Digital seinen Anteil an Xing außerbörslich auf 38,9 Prozent (zuvor: 29,4 Prozent). Nun wird Burda das gesetzlich vorgeschriebene Pflichtangebot zur Übernahme der restlichen Anteile bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Prüfung vorlegen - und nach eigenen Angaben ordentlich drauflegen.
So wolle man 44 Euro pro Aktie bezahlen, was einem Aufschlag von 16,7 Prozent auf den gewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate beziehungsweise 17,9 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs (Xetra) bedeute. Insgesamt wäre Xing damit etwa 240 Millionen Euro wert. Die Börse reagierte sofort auf die Ankündigung: Die Xing-Aktie stieg laut N-TV um 17 Prozent auf 44 Euro. Das Übernahmeangebot erfolgte vorbehaltlich der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. In den unternehmerischen Kurs will Burda auch nach einer Übernahme nicht eingreifen: "Grundsätzliche Veränderungen des Geschäfts oder der Gremien sind nicht geplant", teilte das Unternehmen mit.

So wolle man auch an der Börsennotierung von Xing nicht rütteln: "Wir werden mit 44 Euro pro Aktie den bisherigen Aktionären ein attraktives Angebot unterbreiten, das signifikant über den Kursen der vergangenen drei Monate liegt", sagt Holger Eckstein, Finanzvorstand bei Hubert Burda Media. "Da wir nicht planen, die Gesellschaft von der Börse zu nehmen, freuen wir uns aber auch über jeden Aktionär, der mit uns bei der Xing AG investiert bleibt. Als Mehrheitsgesellschafter der Tomorrow Focus AG und der Zooplus AG, sowie in der Vergangenheit bis 2007 als einer der Hauptaktionäre der OnVista AG, haben wir bewiesen, dass Hubert Burda Media börsennotierte Gesellschaften professionell begleitet."

Burda ist seit 2009 an Xing beteiligt, das Unternehmen kaufte damals 29,4 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, das derzeit weltweit von über 12 Millionen Menschen genutzt wird, etwa die Hälfte davon im deutschsprachigen Raum. Im 1. Halbjahr machte Xing 35,89 Millionen Euro Umsatz und erzielte ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 9,89 Millionen Euro. ire
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