Burda legt Post-Kooperation auf Eis

Mittwoch, 19. November 2008
Menschen erreicht die Post auch mit "Einkauf Aktuell"
Menschen erreicht die Post auch mit "Einkauf Aktuell"

Die zu Burda gehörende Verlagsgruppe Milchstrasse diskutiert mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), an dessen Spitze Verleger Hubert Burda selbst steht, über die umstrittene Kooperation mit der Deutschen Post. Solange soll das Projekt auf Eis liegen.#ZZ#Vergangene Woche hatten Post und Milchstrasse angekündigt, dass der Hamburger Verlag ab Februar 2009 die Produktion des redaktionellen Teils für den Gratis-Programmie "Einkauf Aktuell" übernimmt, den die Post wöchentlich an rund 17,6 Millionen Haushalte verteilt. Die Entscheidung hat bei einigen Verlagen und den Verlegerverbänden von Zeitungen und Anzeigenblättern, BDZV und BVDA, zu heftiger Kritik geführt.
"Einkauf Aktuell" geht wöchentlich an rund 17,6 Millionen Haushalte
"Einkauf Aktuell" geht wöchentlich an rund 17,6 Millionen Haushalte
Die Beziehungen zwischen Post und Verlagen sind fragil: Zum einen ist der gelbe Riese ein relevanter Anzeigenkunde, zum anderen liefert er jährlich über zwei Milliarden Pressestücke aus - damit sind die Verlage auch für die Post wichtige Kunden.

Außer Burda haben aber auch andere Häuser darüber hinaus gehende Geschäftsbeziehungen mit der Post: G+J Corporate Media erstellt das Einrichtungsmagazin "Neues Zuhause", die "WAZ" trägt seit Februar im Ruhrgebiet an rund 700.000 Haushalte "Einkauf Aktuell" aus. Der Testlauf wurde bereits zwei Mal verlängert - zuletzt bis Dezember. Der Grund: Nach HORIZONT.NET-Informationen hat die  "WAZ" angeblich Probleme, die Zustellung einwandfrei abzuwickeln. pap

Mehr über die komplizierten Beziehungen zwischen Post und Verlagen in HORIZONT 47/2008 von Donnerstag, 20. November 2008.
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