Burda baut Struktur seines Vermarkters BCN komplett um

Mittwoch, 30. April 2008
BCN-Geschäftsführer Andreas Schilling erhofft sich von der neuen Struktur deutliche Vorteile
BCN-Geschäftsführer Andreas Schilling erhofft sich von der neuen Struktur deutliche Vorteile

Hubert Burda Media organisiert das Vermarktungsgeschäft seiner Tochter Burda Community Network (BCN) neu. Ab Mitte Mai startet das Projekt "Future of Sales", mit dem ein organisatorischer, personeller und strategischer Umbau des Münchner Werbevermarkters einhergeht. Demnach werden künftig die verschiedenen Print-, Web- und TV-Marken von Hubert Burda Media in fünf übergreifenden "Channels" mit homogenen Zielgruppen gebündelt: "Consumer World" (unter anderem "Super Illu", "Lisa", "Freizeit Revue", "Guter Rat"), "Living World" ("Mein schöner Garten", "Das Haus", "Wohnen und Garten", "Meine Familie und Ich"), "Men's World" ("Focus", "Focus Money", "TV Spielfilm Plus", "Chip", "Tomorrow", "Cinema"), "Premium World" ("Elle", "Instyle", "Amica", "Playboy", "Wohnen Träume") und "Women's World" ("Bunte", "Freundin", "Freundin Wellfit", "Fit for Fun", "Focus-Schule", "Starstyle TV", "Focus Gesundheit"). "Die neue Vermarktungsstruktur ermöglicht eine wesentlich schnellere und bessere Umsetzung von Print- und Crossmediakampagnen", betont BCN-Geschäftsführer Andreas Schilling.


Andreas Schilling: Die neue Vermarktungsstruktur ermöglicht eine wesentlich schnellere und bessere Umsetzung von Print- und Crossmediakampagnen“
Eine Schlüsselfunktion nehmen ab Mitte Mai spezielle Case Manager ein, die sich vor allem um Crossmedia-Konzepte kümmern. Koordiniert werden diese Aktivitäten im Bereich Media Community Services, der sich in vier Einheiten gliedert: "Case Management" (Leitung: Pia Kuss), "Creative Solutions" (Stefan Fehm), "Digital Solutions" (Stefan Zarnic) und "Marketing Services & Research" (Jörg Blumtritt). Die ebenfalls intern besetzte Gesamtleitung dieses Bereichs übernimmt Ulrich Kuschel, der bisherige Leiter von Creative Solutions. Zudem führen alle Anzeigenleiter künftig die Bezeichnung "Advertising Directors".

Mit dem Umbau reagiert der Burda-Vermarkter auf den Umbruch im klassischen Printgeschäft: Immer mehr Werbungtreibende stecken ihre Budgets in Online-Medien. So ist in den ersten vier Monaten des Jahres der Umsatz der Publikumsverlage im klassischen Anzeigengeschäft um rund 5,7 Prozent zurückgegangen (Quelle: ZAS-Statistik). Auch die Verwirrungen um die neuen TV-Vermarktungsmodelle haben nach Ansicht vieler Medienexperten die Planungsprozesse in der ersten Jahreshälfte gebremst.
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