Burda-Vorstand Philipp Welte: Vorwürfe von Kachelmanns Anwalt sind absurd

Montag, 13. Dezember 2010
Philipp Welte wehrt sich gegen die Vorwürfe von Kachelmann Verteidiger
Philipp Welte wehrt sich gegen die Vorwürfe von Kachelmann Verteidiger

Hubert Burda Media setzt sich gegen die Vorwürfe des Strafverteidigers von Jörg Kachelmann zur Wehr. Der Rechtsanwalt Johann Schwenn hatte unter anderem behauptet, Verleger Hubert Burda hätte über den Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunks, Udo Reiter, auf die Ablösung Kachelmanns als Moderator einer MDR-Talkshow eingewirkt. Burda-Vorstand Philipp Welte weist die Unterstellungen des Anwalts als absurd zurück. "Diese Verdächtigungen sind Teil der Strategie des Strafverteidigers Schwenn, das Verfahren vor dem Landgericht zu destabilisieren", ließ Welte, der unter anderem für die Magazine "Bunte" und "Focus" verantwortlich ist, am Sonntag per Pressemeldung mitteilen. "Bunte" und "Focus" hatten über den Prozess berichtet und dabei unter anderem ehemalige Geliebte des angeklagten Jörg Kachelmann zitiert, die vor Gericht über die sexuellen Praktiken des ehemaligen Wettermoderators ausgesagt hatten. Kachelmanns Anwalt Schwenn hatte daraufhin die Durchsuchung der Redaktionsräume von "Focus" und "Bunte" beantragt.

"Der Vorwurf, die Zeitschriften 'Focus' und 'Bunte' hätten sich mit der Staatsanwaltschaft Mannheim gegen Kachelmann verschworen, ist nicht nur unrichtig, sondern genauso absurd wie die Unterstellung, Hubert Burda hätte sich beim Intendanten des Fernsehsenders MDR dafür starkgemacht, dass Kachelmann vom Bildschirm verschwindet", stellt Welte klar.

Der Prozess gegen den Unternehmer und Moderator Jörg Kachelmann wird intensiv von den Medien begleitet. Den Nachrichtenmagazinen "Spiegel" und "Focus" war der Fall jeweils einen Aufmacher wert, für die Bild-Zeitung begleitet "Emma"-Chefredakteurin Alice Schwarzer den Prozess. dh
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