Burda-Mann Todenhöfer will vorzeitige Freigabe

Dienstag, 02. September 2008
Will Verjüngung: Jürgen Todenhöfer
Will Verjüngung: Jürgen Todenhöfer

Die Gerüchte um eine Verjüngung des Burda-Vorstands reißen nicht ab. Nun meldet sich Jürgen Todenhöfer, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Hubert Burda Media und zweiter Mann hinter Hubert Burda, selbst zu Wort und gibt Spekulationen um eine vorzeitige Vertragsauflösung neue Nahrung. "Ich habe Hubert Burda seit langem eine kräftige, schrittweise Verjüngung vorgeschlagen. Ich hoffe, ich bekomme die vorzeitige Freigabe", sagt der 67-jährige Todenhöfer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Daraus dürfe man ableiten, dass er Burda vor dem Ende seines Vertrages verlässt, spekuliert das Blatt. Gemunkelt werde, dass Todenhöfer Chairman in einer jungen IT-Gesellschaft werden könnte.

Todenhöfers Vertrag läuft nach HORIZONT-Informationen noch bis 2010. Schwung kommt in die wohl seit Jahren angedachte Verjüngung des Vorstands, dem unter anderem Hubert Burda, 68, selbst und "Focus"-Chef Helmut Markwort, 71, angehören, durch Wechsel-Pläne von Philipp Welte. Der 46-Jährige, der vor zwei Jahren von Burda zu Axel Springer nach Berlin gewechselt war, steht offenbar kurz vor Vertragsunterzeichung mit Burda. Dass Todenhöfer, der bis zum Wochenende im Urlaub war, und Welte zeitgleich im Burda-Vorstand tätig sind, ist nach HORIZONT-Informationen unwahrscheinlich. Beiden wird ein eher angespanntes Verhältnis nachgesagt.

Zum Ende der Woche hin will sich Hubert Burda zu den Spekulationen äußern. Der Verleger ist gestern in die USA gereist. pap

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