Burda: Inlandsumsatz der Verlage um 3,3 Prozent gesunken

Mittwoch, 27. Mai 2009
"Abbau mit Augenmaß": Burda-Vorstand Paul-Bernhard Kallen
"Abbau mit Augenmaß": Burda-Vorstand Paul-Bernhard Kallen

Auch für das Geschäft der inländischen Verlage von Hubert Burda Media war 2008 kein gutes Jahr: Die Bruttowerbeumsätze sanken um 6,7 Prozent, der Umsatz ging um 3,3 Prozent zurück. Im Vertriebsmarkt sank der Umsatz um 3,7 Prozent auf rund 386,3 Millionen Euro. Diese Zahlen präsentierte Verleger Hubert Burda den versammelten Geschäftsführern in München. Dennoch konnte das Medienunternehmen den konsolidierten Konzernumsatz auf 1,75 Milliarden Euro steigern - das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Den Löwenanteil erwirtschaftet das Unternehmen mit dem Verlag Inland, der trotz Verlusten rund 39 Prozent zum Gesamtumsatzes beiträgt. Ein moderates Wachstum verzeichnet dagegen der Verlag Ausland, der rund 24 Prozent beisteuert (Vorjahr: 22,2) und der Digitalbereich mit 19,5 Prozent (Vorjahr 16,3). Die Umsätze in den Bereichen Druck (8,7 Prozent), Direktmarketing (8,3) sowie sonstige Unternehmungen (0,3) sind dagegen leicht rückläufig.

Exklusiv für Print-Abonnenten

Exklusiv für Print-Abonnenten
Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 22/2008, die am 28. Mai erscheint.

HORIZONT abonnieren
HORIZONT E-Paper abonnieren


Im Gegensatz zum Jahr 2007 hat Burda seine Investitionen deutlich zurückgefahren: Statt 222,7 Millionen Euro investierte der Konzern 2008 einen Betrag von 142,9 Millionen Euro. 350 Stellen sind bereits weggefallen, die Reduzierung der Arbeitsplätze geht 2009 weiter. Gegenüber dem „Handelsblatt" sagt Technologie-Vorstand Paul-Bernhard Kallen: „Wir bauen in allen Bereichen, in denen es wirtschaftlich notwendig ist, mit Augenmaß Personal ab." Der Verlag müsse sich auf „mehrere Jahre rückläufiger Konjunktur einstellen". Dennoch sei der Konzern im vergangenen Jahr „ordentlich profitabel" gewesen. 

Die Anzahl der weltweit publizierten Titel ist dagegen mit 261, davon 75 im Inland, annähernd so groß wie im Vorjahr.

Um der rückläufigen Entwicklung im Gesamtmarkt entgegenzusteuern, setzt Burda-Zeitschriftenvorstand Philipp Welte seit Jahresbeginn sein "Change Programm" um. Nächstes Projekt: Im Juni geht das Media Innovation Lab (I-Lab) an den Start. se
Meist gelesen
stats