Burda-Beteiligung Suite101 geht in Deutschland online

Donnerstag, 21. Februar 2008
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Seit heute ist die deutsche Version des kanadischen Online-Magazins "Suite 101" freigeschaltet. Auf Suite101.de publizieren derzeit rund 140 Autoren Hintergrundartikel in 20 Kategorien wie "Computer & Technik" und "Bildung & Karriere". Zum Start sind an die 2500 Artikel verfügbar, die sich beispielsweise mit "Softwarebasierter Projektverwaltung" und "Erfolgreich Karriere machen ohne Ellenbogen" beschäftigen. Im Gegensatz zu Nachrichtenportalen wie Welt.de oder Spiegel Online setzt Suite101 auf eher zeitlose Hintergrundinformationen, die fast ausschließlich über Texte vermittelt werden. Auf Bewegtbild verzichtet das Portal ganz.

Suite101.com-Media-Präsident Peter Berger sieht das Magazin in der Nische zwischen den rein redaktionell getriebenen Nachrichtenportalen und Blogs. Suite101 bietet vor allem Artikel zu Sachthemen, die von Journalisten oder anderen Experten verfasst werden. Die 140 freien Autoren, die für die Seite schreiben, hat Suite101.de-Chefredakteur Dirk Westphal aus über 800 Bewerbern ausgewählt. Sie werden von einer zehnköpfigen Redaktion von Berlin aus betreut.

Der große Andrang der Autoren erklärt sich aus dem Geschäftsmodell von Suite101: Vergleichbar mit den Tantiemen von Buchautoren erhalten sie ohne jegliche Zeitbegrenzung ein monatlich ausgezahltes Honorar, das sich an den erzielten Werbeumsätzen bemisst. In der Vermarktung kooperiert Suite101 mit Google Ad Sense. Die Links erscheinen passend zu den Artikeln. Umso häufiger ein Text angeklickt wird, um so höher sind die Umsätze. "Unser Angebot ist geradezu revolutionär für Autoren", glaubt der gebürtige Hamburger Berger. Die besten Autoren auf der englischsprachigen Seite, die monatlich bis zu sieben Millionen Leser erreicht,verdienen bis zu 1000 Dollar im Monat.

Burda Digital Ventures hält seit 2006 eine "signifikante Minderheit" im zweistelligen Prozent-Bereich an Suite 101.com Media in Vancouver, die übrigen Anteile liegen bei dem ehemaligen Medienmanager Boris Wertz und in Streubesitz. Das Unternehmen schreibt schwarze Zahlen und hofft auch mit dem deutschen Ableger schnell profitabel zu werden.
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