"Bunte"-Chefin Riekel schnallt den Gürtel enger

Donnerstag, 10. September 2009
"Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel
"Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel

Auch Burdas oberste Verlagsfrau, "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel, muss sparen. Riekel, seit Mai Herausgeberin der Burda Style Group, verantwortet in dieser Funktion neben Deutschlands bekanntester Illustrierten auch "Freundin" und das Mode- und Starmagazin "Instyle", das gerade 10-jähriges Bestehen feiert. ",Bunte', wie die gesamte Burda Style Group, spürt den Druck des geschwächten Werbemarktes", sagt Riekel im exklusiven HORIZONT-Interview. "Als Chefredakteur ist man heute mehr Manager als früher. Die Konkurrenz durch die vielen People-Magazine ist schärfer geworden, die Anzeigenkunden anspruchsvoller und die Sparprogramme härter."

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Das vollständige Interview mit Patricia Riekel lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 37/2009.

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Das Flaggschiff "Bunte" 2009 hat laut ZAS im Vorjahresvergleich bislang rund 20 Prozent der Anzeigenseiten verloren, "Instyle" 15,8 Prozent, bei "Freundin" ist kein Vergleich ausgewiesen. Entsprechend sucht auch Riekel nach Sparpotenzial: "Wir schauen in jede Ecke, denn das kennt jeder: In guten Jahren schleichen sich Gewohnheiten ein, die Geld kosten, aber verzichtbar sind".

Riekel glaubt, dass die Zeit großer Redaktionen vorbei ist: "Große Redaktionen können sich die wenigsten Verlage noch leisten. Ich glaube, es kommen wieder gute Zeiten auf Freelancer zu", sagt sie. Sie hält es außerdem für denkbar, dass "Bunte" und Bunte.de aus einer Redaktionszentrale heraus entstehen.  "Trotzdem glaube ich nicht, dass Journalisten gleichzeitg für Online und eine Zeitschrift arbeiten können. Geschichten in der ,Bunten' verlangen Spitzenschreiber". rol/pap
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