Bundesweite Kabelradios protestieren bei AGMA

Dienstag, 10. Juli 2001

Radio Melodie, Klassik-Radio und RTL Radio wehren sich vehement gegen eine Änderung bei der telefonischen Abfrage von Radioreichweiten in der Mediaanalyse. In einem Protestbrief an die Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse (AGMA) und die zuständigen Landesmedienanstalten protestieren die bundesweiten Kabel- und Satellitenradios gegen eine Straffung der Reichweitenerhebung.

Bislang wurden dem telefonisch Befragten alle in seinem Wohngebiet relevanten Radiosender vorgelesen. Um die Länge der Interviews zu verkürzen, diskutiert die AGMA derzeit, nur noch die Radiosender zu nennen, die in den vorhergehenden zwei Erhebungswellen im weitesten Hörerkreis für dieses Gebiet mindestens zwei Nennungen verzeichnen konnten.

"National verbreitete Programme können aus Kostengründen nun mal nicht in allen Splitgebieten mit Promotion-Maßnahmen den Erinnerungswert beim Radionutzer so nachhaltig beeinflussen, wie es hier notwendig wäre", erklärt Georg Diedenhofen, Geschäftsführer von Klassik-Radio. Die drei Sender fordern die AGMA daher stellvertretend für alle national verbreiteten Sender auf, ihnen im Falle einer Änderung Bestandsschutz einzuräumen.
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