Bundesliga-Übertragung: DFL und Sirius wollen Kartellamt provozieren

Montag, 18. August 2008
Lässt es drauf ankommen: Leo Kirch
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Der Streit zwischen dem Kartellamt und der Deutschen Fußball Liga (DFL) über die TV-Vermarktung der Bundesliga spitzt sich zu: Die DFL und Sirius, die Agentur von Medienunternehmer Leo Kirch, planen die TV-Rechte für die nächsten drei Jahre trotz der Einwände des Bundeskartellamts wie geplant auszuschreiben, um so eine Untersagung zu provozieren. Dies berichtet der "Spiegel". Damit könnte eine Klage gegen das Amt möglich werden.  Am Freitag hatte das Bundeskartellamt einen Kompromissvorschlag des Ligaverbandes und Sirius abgelehnt. Dieser hatte vorgesehen, samstags um 19.30 Uhr eine auf 30 Minuten verkürzte "Mini-Sportschau" im digitalen Fernsehen zu senden.

Eine solche Zusammenfassung erreicht nach Auffassung der Wettbewerbshüter nicht genügend Zuschauer - nur etwa 40 Prozent der deutschen Haushalte - im frei empfangbaren TV. Laut Kartellamt sollen die Höhepunkte der Fußballspiele samstags weiterhin vor 20 Uhr im Free-TV ausgestrahlt werden.

Ein anderer Konflikt scheint dagegen bald gelöst: Das Bundeskartellamt wird das Verfahren gegen die DFL und den Deutschen Fussball Bund (DFB) wegen angeblicher Sponsoring-Absprachen noch in dieser Woche einstellen. Dies hat der "Spiegel" unter Berufung auf Beteiligte erfahren.
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