"Bundesliga bei Bild": Springer gibt erste Einblicke in neue Fußballwelt

Freitag, 15. März 2013
Auch ein Logo gibt es für das Angebot "Bundesliga bei Bild" bereits (Bild: Axel Springer)
Auch ein Logo gibt es für das Angebot "Bundesliga bei Bild" bereits (Bild: Axel Springer)


Vor gut einem Jahr hat der Springer-Konzern von der Deutschen Fußball Liga (DFL) das Recht erworben, bereits eine Stunde nach Abpfiff kostenpflichtige Highlight-Clips von den Partien der höchsten deutschen Spielklasse im Netz zu zeigen. Nun sind es nur noch wenige Monate bis zum Start der neuen Saison - dann startet mit „Bundesliga bei Bild“ eines der wohl spannendsten Projekte in der Fußballberichterstattung der vergangenen Jahre. Beim Kickoff-Event für die Vermarktung des Angebots gab Springer erste Einblicke in die neue Fußballwelt.
"Bild"-Vorstand Andreas Wiele (Bild: Axel Springer/Matti Hillig)
"Bild"-Vorstand Andreas Wiele (Bild: Axel Springer/Matti Hillig)
Im Netz fühlt sich der Ball am wohlsten: Mit diesem Spruch wirbt „Bild“ bereits seit dem 17. April 2012, als Springer von der DFL den Zuschlag erhielt, kostenpflichtige Highlights von den Partien der 1. und 2. Fußball-Bundesliga im Netz zu zeigen. Der Erwerb des begehrten Rechtepakets erlaubt es dem Medienunternehmen, seiner Paid-Content-Strategie einen wichtigen Baustein hinzuzufügen. Denn wenn die Deutschen für eines bereit sind zu zahlen, dann ist es Fußball. „Bild“ sei als die in Deutschland und Europa am meisten genutzte Medienmarke dafür genau die richtige Plattform, sagte Andreas Wiele, Vorstand Bild-Gruppe und Zeitschriften bei Springer auf der Kickoff-Veranstaltung in Berlin: „Die große emotionale Zeitung in Deutschland und der große emotionale Sport in Deutschland haben schon immer zusammengehört - und sie rücken jetzt noch ein großes Stück näher zusammen.“

Partner von Bild.de für das Bundesliga-Angebot ist die Sport-1-Produktionsfirma Plazamedia, die etwa die Kommentatoren stellt. Die neue Fußballwelt, die Springer gemeinsam mit der Produktionsfirma aus dem Hause Constantin Medien derzeit auf dem „Bild“-Portal kreiert, ist derzeit ziemlich einzigartig. Noch ist die Entwicklung der Plattform nicht abgeschlossen, aber das Gerüst steht. So soll der User die Wahl haben, welchen Spielbericht er sich in welcher Länge ansehen möchte. Zur Wahl stehen eine neunzigsekündige Blitzzusammenfassung sowie eine auf sechs Minuten ausgedehnte XL-Version. Eine Timeline erlaubt es dabei, zwischen den Spielhöhepunkten hin- und herzuspringen. Die Reihenfolge der Clips kann der Nutzer selbst festlegen und sich so seinen persönlichen Spieltag zusammenstellen.

Prominentestes Element des Portals ist der eigens kreierte Video-Player. Dieser wird ummantelt von allerlei Informationen zum laufenden Clip sowie zum gesamten Spieltag. Ein Facebook-Plugin ermöglicht es dem User, die Inhalte zu teilen, die er sich gerade ansieht. Komplettiert werden die sozialen Elemente der Seite von einer Kommentarfunktion, mit der die Nutzer direkt mit der „Bild“-Redaktion in Kontakt treten können. Für den mobilen Gebrauch gibt es alle Funktionalitäten auch in der zugehörigen iPhone-App. Wie viel der User für das Angebot letztendlich auf den Tisch legen muss, teilte Springer noch nicht mit.

Die Fußball-Bundesliga als Premium-Inhalt gepaart mit der Reichweite der „Bild“-Medien: Diese schlagkräftige Kombination soll natürlich möglichst viele zahlungskräftige Werbekunden anlocken. Der Springer-Vermarkter Axel Springer Media Impact (ASMI) bietet zunächst vier große Vermarktungspakete für „Bundesliga bei Bild“ an, die mindestens für eine Saison laufen sollen: Ein „Premium-Partner-Paket“, zwei „Co-Partner-Pakete“ und ein „Gewinnspiel-Paket“. Im Zentrum der drei Partner-Pakete steht eine Markenpartnerschaft zwischen dem Bundesliga-Angebot von „Bild“ und dem Kunden - mit einem gemeinsamen Logo.

Dietmar Otti, Managing Director Marketing bei Springer, verspricht mit diesen Paketen „eine ganz neue Dimension der Sportvermarktung.“ Denn die Kunden haben die Möglichkeit, ihre Werbeformate auf allen „Bild“-Kanälen – Print, online und mobil – zu integrieren. Kernelemente dabei sind Bewegtbildformate, die etwa als Pre- und Post-Presenter-Clips vor den Bundesliga-Highlight-Clips laufen. Aber auch Printanzeigen oder QR-Code-Presenting sind buchbar. Insgesamt sollen Werbekunden auf diese Weise bis zu 28,9 Millionen Kontakte pro Spieltag erzielen können. ire
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