Bundesliga-Rechte: DFL eröffnet zweite Bieterrunde

Mittwoch, 11. April 2012
Die DFL fordert zu Nachbesserungen auf
Die DFL fordert zu Nachbesserungen auf

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Bieter im Poker um die Bundesligarechte aufgefordert, ihre Angebote noch einmal nachzubessern. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Mittwochsausgabe. Bis Donnerstag hätten die Pitchteilnehmer nun Zeit, ihre Offerten nun einmal zu steigern. Der Schritt der DFL lässt auf ein enges Rennen schließen. Besonders die Deutsche Telekom und Sky beharken sich in dem Millionenpoker. Die "SZ" vermutet, der Wettstreit der beiden Rivalen um die mobilen Internetrechte sei der Grund für die Verlängerung des Vergabeprozederes. Denn Sky will über das mobile Angebot Sky Go die Spiele der Bundesliga ebenso auf Smartphones und Tablets ausliefern dürfen wie die Telekom. Profitieren von dem engen Rennen dürften vor allem die Liga und die ihr angeschlossenen Vereine. Unter Berufung auf Bundesligamanager berichtet die "SZ", dass die DFL ab der Saison 2013 aus den Medienrechten an der Bundesliga jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro erlösen könnte. Derzeit nimmt die DFL mindestens 412 Millionen Euro im Jahr ein.

In der nun eröffneten zweiten Bieterrunde könnte eine von der DFL neu eingeführte Regelung greifen: Den Zuschlag erhält der Bieter, dessen Angebot um 20 Prozent über den anderen Offerten liegt. Denkbar - aber unwahrscheinlich. Denn die DFL wird die Rechte an ein Unternehmen vergeben wollen, das die von ihr benannten Entscheidungskriterien erfüllt, als da wären ein wirtschaftlich vernünftiges Finanzgebahren, Reichweite, Marktanteil und umfassende Berichterstattung.

Da ein um 20 Prozent höheres Angebot wohl unrealistisch ist, hält eine Mehrzahl der Marktteilnehmer derzeit Sky für den Favoriten auf die Live-Rechte, wie das Branchenmagazin "Sponsors" berichtet. In der weiteren Verwertungskette wird höchstwahrscheinlich der Status Quo erhalten bleiben: Die ARD-"Sportschau" berichtet weiterhin, um die Verwertung der Samstagabend-Partie streiten sich das ZDF und Sat 1. Die Münchner konkurrieren zudem wohl mit Sport 1 um die Verwertung der Sonntagsspiele.

Die DFL wird die Entscheidung um die Vergabe am 16. April fällen und im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17. April bekannt geben. ire
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